Im Eupen Plaza gibt es seit Monaten keinen Hausmeister und kein Reinigungspersonal mehr. Die verbliebenen Mieter - darunter Eastbelgica mit seiner Eventlocation im Obergeschoss - haben sich zusammengeschlossen, um den minimalen Betrieb aufrechtzuerhalten: Öffnen und Schließen des Gebäudes, gelegentliche Reinigung, Sicherung des Zugangs.
"Kombination aus vielen Partnern" nötig
Simen Van Meensel, Direktor von Eastbelgica, verfolgt die Entwicklung der Immobilie seit Jahren. Im Interview mit dem BRF beschreibt er die Lage als "spannend" - nicht nur wegen der unsicheren Zukunft des Gebäudes, sondern auch wegen der Chance. Eine einfache Rückkehr zum klassischen Konzept als reines Einkaufszentrum schließt Van Meensel aber aus. Das Gebäude sei für Eupen von Beginn an "komplett überdimensioniert" gewesen.
Selbst bei einem günstigen Erwerb der Immobilie stünde ein massiver Investitionsbedarf bevor, um die bauliche Substanz und die Geschäftsräume grundlegend umzugestalten. Eine alleinige Übernahme durch die öffentliche Hand oder private Investoren hält er für unwahrscheinlich, vielmehr müsse eine Partnerschaft aus mehreren Akteuren gebildet werden.
Schlüsselelement im Bereich Werthplatz
Das Eupen Plaza sei ein Schlüsselelement im gesamten Viertel zwischen Bahnhof und Innenstadt - nicht nur wegen der großen Fläche, sondern auch wegen der wichtigen Parkmöglichkeiten. Van Meensel verweist auf laufende Aufwertungen in der Umgebung: den neu gestalteten Bahnhof, ein Vorprojekt hinter der ehemaligen Pigalle, den neu geplanten Werthplatz. In diesem Kontext müsse das Plaza neu gedacht werden - mit vielen Akteuren an Bord.
Ausführliches Radio-Interview mit Simen Van Meensel im Player:

Manuel Zimmermann