Polytex hat seine Betriebe von St. Vith und Eupen jetzt an einem Standort gebündelt. Dafür ist die Firma in die ehemaligen Räume der Chocolaterie Jacques gezogen. Viele Mitarbeiter aus St. Vith haben den Umzug mitgemacht.
"Die Mitarbeiter sind teilweise aus Eupen, teilweise aus St. Vith. Wir haben das große Glück, dass uns die Mitarbeiter größtenteils auf diesem Weg begleitet haben. Wir sind ein regionaler Betrieb. Wir versuchen, regional Mitarbeiter zu suchen und Arbeitsplätze hier zu schaffen", sagt Geschäftsführer Olivier Egyptien.
Dass nun alles in Eupen zentralisiert ist, hat für Mitarbeiter und Betrieb viele Vorteile. Der Umzug war aber aufwändiger als gedacht. Zwei Jahre hat es insgesamt gedauert.
"Schwierig war, dass das Gebäude in einem ziemlich schlechten Zustand hinterlassen wurde. Wir mussten wirklich alles komplett neu machen. Es war eine Riesenherausforderung, die wir uns vielleicht etwas einfacher vorgestellt hatten. Aber mittlerweile ist jede Abteilung jetzt hier im Gebäude", schildert Egyptien.
Durch den gemeinsamen Standort lässt sich die Arbeit effizienter organisieren. Beispielsweise kann der Betrieb Wasser aus dem Waschprozess der Weißwäsche jetzt für die Reinigung der Schmutzmatten wiederverwenden, auch die Hitze aus der Heißmangel wird zurückgewonnen. Solarpaneele sollen demnächst zusätzlich Strom liefern.
Polytex hat Kunden im Umkreis von circa 150 Kilometer um den Standort herum. "Die Zweisprachigkeit spielt da natürlich eine große Rolle, weil wir sowohl in Deutschland als auch in Belgien aktiv sind."
Schmutzmatten sind ein Teil ihres Angebots. Außerdem reinigt die Firma Berufskleidung für rund 5.000 Menschen, zum Beispiel Mitarbeiter von Altenheimen oder Krankenhäusern. Dahinter steckt eine ausgeklügelte Logistik, denn die Berufskleidung muss nicht nur sauber werden, sondern auch wieder beim richtigen Mitarbeiter und rechtzeitig am richtigen Arbeitsplatz landen.
Die größte Sparte ist die sogenannte Flachwäsche: Tischdecken, Bettlaken, Handtücher. Neun Tonnen kommen derzeit jeden Tag im Betrieb an. Sie werden gewaschen, getrocknet, geglättet, gefaltet und anschließend ausgeliefert. In Zukunft sollen es zwölf Tonnen täglich werden.
Olivier Egyptien stellt sich vor, dass "wenn wir in fünf Jahren hier sind, dann ist die Wäscherei voll mit Wäsche. Überall ist Wäsche. Wir sind sehr positiv gestimmt für die Zukunft, weil wir in einem sehr stabilen Markt unterwegs sind. Die Industrie hält sich trotz alledem doch sehr stabil, die Hotellerie entwickelt sich auch ziemlich stark, daher sind wir sehr zuversichtlich."
Am neuen Standort ist Platz für die zusätzlichen Kapazitäten.
Gaby Zeimers





