Kurz nach zehn Uhr herrscht in der Küche des Hofs Peters Hochbetrieb. Während dieser Rushhour bereitet das Team täglich zwischen 60 und 80 warme Mahlzeiten für "Essen auf Rädern" zu. Gleichzeitig werden rund 40 Baguettes geschmiert und belegt.
"Der Hof Peters ist ein Sozialbetrieb. Ich sage immer: Das 'Sozial' steht vor dem 'Betrieb'. Aber beides ist wichtig", erklärt Geschäftsführerin Annika Krings. Insgesamt arbeiten dort 42 Menschen. Unterstützt werden sie von rund 30 Ehrenamtlichen, die im Alltag, in der Verwaltung oder im Verwaltungsrat mithelfen.
Zum Angebot gehören außerdem ein Gartenpflegeteam, eine kleine Bäckerei und ein Hofladen. Jeder Mitarbeiter erhält die Unterstützung, die er benötigt und sich wünscht. Gearbeitet wird nach den eigenen Möglichkeiten - im Mittelpunkt steht das gemeinsame Arbeiten.
Keine freien Arbeitsplätze mehr
Das Konzept funktioniert offenbar so gut, dass der Hof Peters inzwischen an seine räumlichen Grenzen stößt. "Wir haben eine tolle Kundschaft. Gleichzeitig bewerben sich viele Menschen bei uns, die hier gerne arbeiten möchten - vor allem Menschen mit Unterstützungsbedarf", sagt Annika Krings.
Obwohl der Hof vor einigen Jahren neu gebaut wurde, sei inzwischen wieder kaum Platz vorhanden. Die Mitarbeiter müssten unter anderem getrennt zu Mittag essen. Neue Praktikanten oder Beschäftigte könne der Betrieb derzeit nicht aufnehmen, weil es an Arbeitsflächen fehle.
Gemeinschaftsraum und neue Büros
Die Verantwortlichen haben bereits konkrete Pläne. Geplant ist unter anderem ein kleiner Gemeinschaftsraum, der zusätzlichen Platz schaffen soll. Außerdem wünscht sich der Hof Peters einen neuen Bürotrakt. Auch dort seien die vorhandenen Räumlichkeiten inzwischen zu klein.
Für die geplanten Umbauarbeiten werden neben der notwendigen Ausstattung auch Möbel und Arbeitsmaterialien benötigt - etwa Tische, Stühle oder ein neuer Tiefkühlschrank.
Die Cap48-Kampagne könnte bei der Finanzierung helfen. Der Hof Peters hat bereits in der Vergangenheit Unterstützung erhalten, unter anderem für ein Fahrzeug des Green-Teams und für pädagogische Arbeitsstunden.
Manuel Zimmermann











