An einigen Orten in der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist es möglich, selbst Obst vom Baum zu pflücken. Zwei Gemeinden haben die Stellen, an denen das möglich ist, aufgelistet.
So hat die Gemeinde Raeren zum Beispiel ein Verzeichnis veröffentlicht, das die Orte zeigt, an denen gepflückt werden darf. Auch in Eupen sind die Bürger eingeladen, sich an den städtischen Obstbäumen zu bedienen. Dort ist es sogar möglich, sich zu diesem Zweck am Bauhof kostenlos Obstpflücker auszuleihen.
Bei der Ernte im öffentlichen Raum gibt es aber einige Dinge, auf die man achten sollte. "Wenn man an den Baum geht, dann sollte man schon darauf achten, dass man keine Äste abbricht oder sich, wenn man an die höheren Früchte will, vielleicht eine Leiter mitnimmt und den Baum möglichst nicht beschädigt", erklärt der Pflanzenbiologe David Spencer.
"Außerdem sollte man sich nicht wundern, dass die Früchte in diesem Jahr ein bisschen kleiner sind. Das liegt wirklich an der Trockenheit, an den fast zwei Monaten, in denen wir keine Niederschläge hatten in Raeren. Die Früchte sind trotzdem reif." Feststellen kann man das im Zweifel mit einem Geruchs- oder einem Drucktest. Sind die Früchte weich, sollte man sie eher liegen lassen.
Auch bei Fallobst lohnt es sich genauer hinzuschauen. Ist das Obst fest, weitgehend unversehrt und nicht von Pilzen befallen, kann es bedenkenlos mitgenommen werden. "Bei Fallobst sollte man schon drauf achten, dass man das schnell verbraucht - vor allem, wenn es Risse hat. Was man aber schon machen kann, ist, mehrere Wochen hintereinander sammeln zu gehen und das Obst dann einfach im Gefrierfach zu lagern. Wenn man dann genug zusammen hat - für Marmelade oder Kompott zum Beispiel - kann man sich das wieder auftauen", so Spencer.
Neben Äpfeln und Birnen lassen sich in Raeren auch Pflaumen, Kirschen, Walnüsse oder Esskastanien ernten. Die Gemeinde weist jedoch darauf hin, dass nur haushaltsübliche Mengen von den Bäumen gepflückt werden sollten.
Lindsay Ahn