Vom 2. bis 11. Oktober werden Tausende Ehrenamtliche wieder mit den legendären CAP48-Post-its (zwölf Euro) und Socken (15 Euro) auf Straßen, vor Geschäften, in Schulen und Unternehmen unterwegs sein. Besonderes Highlight der diesjährigen Verkaufsobjekte: Auf den Post-its feiert die Comicfigur Gaston Lagaffe ein Comeback. Die Socken wurden von Nour Ben Slimane gestaltet, einem bildenden Künstler des Créahmbxl.
In der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist der BRF erneut Medienpartner der Aktion gemeinsam mit der RTBF. Die Koordination vor Ort liegt in den Händen der VoG Begleitzentrum, die sich über neue freiwillige Verkäufer freut.
Geschäftsführer Florian Van Goethem appelliert: "Uns würde es schon helfen, wenn sich Ehrenamtliche melden und zu den verschiedenen Verkaufsorten gehen, um dort einige Stunden zu stehen und helfen, unsere Produkte vorzustellen und Aufmerksamkeit für CAP48 zu bringen."
Ostbelgien überproportional bedacht
Dank der Mobilisierung Tausender wurden im vergangenen Jahr neun Millionen Euro eingenommen, mit denen 150 Projekte finanziert werden konnten. Auch Einrichtungen aus Ostbelgien gehörten zu den Nutznießern - proportional gesehen wird die Deutschsprachige Gemeinschaft dabei besser berücksichtigt als die Wallonie und Brüssel.
Sozialministerin Lydia Klinkenberg bezeichnet CAP48 deshalb als wichtigen Partner der DG: "Unsere Einrichtungen können jede Unterstützung brauchen, die sie bekommen können. Wir finanzieren unsere Einrichtungen. Aber auch unsere Mittel sind begrenzt. Unsere Einrichtungen leisten hervorragende Arbeit und haben große Bedarfe. CAP48 hilft uns dann wirklich dabei, konkrete Projekte, die Menschen ganz direkt zugute kommen, zu unterstützen."
Zu den Einrichtungen, die 2026 unterstützt werden sollen, zählen unter anderem die VoG Beratungs- und Therapiezentrum, der Hof Peters in Emmels, die Frühhilfe Ostbelgien und die Tagesstätte Elsenborn.
Behinderung als zweitgrößter Diskriminierungsgrund
CAP48-Geschäftsführer Renaud Tockert betont, dass es bei der Aktion nicht nur um Geld gehe, sondern um viel mehr. Dieses Jahr wolle CAP48 noch stärker sensibilisieren, denn eine Behinderung sei der zweitgrößte Diskriminierungsgrund in Belgien. Deshalb müsse man alle Möglichkeiten nutzen, um eine inklusivere Gesellschaft zu erreichen - daher auch das Kampagnenmotto "Auf Kurs bleiben".
Die Spendenkampagne erreicht im Herbst ihren Höhepunkt, doch CAP48 kennt eigentlich keine Jahreszeit: Neben Sondersendungen und Veranstaltungen der RTBF engagieren sich Bürger das ganze Jahr über mit Läufen, Wanderungen, Spaghetti-Abenden oder anderen festlichen Aktionen.
Weitere Informationen sowie Möglichkeiten zu spenden oder sich als Freiwilliger zu melden, gibt es auf der Webseite von CAP48. Die große Abschlussshow "Grande Soirée CAP48" wird am Sonntag, 11. Oktober, live von der RTBF auf La Une übertragen.
Manuel Zimmermann