Laut geht es teilweise bei den Wettbewerben der Belgian Forest Events zu. Auf dem Veranstaltungsgelände in Ster sägen sie gerade mit der Motorsäge auf Zeit. Präzision, Kraft und Schnelligkeit sind gefragt. Die Jury - Fachleute aus dem Forstwesen - schaut genau hin.
Nach dem Wettbewerb für Motorsäge müssen die Teilnehmer sich als Nächstes mit der Handsäge beweisen - so wie Pascal Schmitz aus Aldringen. "Man muss schon ein bisschen trainieren, schauen, wie die Ketten funktionieren und schneiden. Das sind solche Kleinigkeiten, die man vorher testen kann."
Beruf und Hobby sind verschmolzen. Pascal Schmitz ist schon seit 24 Jahren ununterbrochen bei allen Wettbewerben der Belgian Forest Events dabei. Fast war er sogar schon mal an einem Weltrekord in seiner Lieblingsdisziplin dran. "Der Weltrekord liegt bei 64. Ich hatte schon mal 62 oder 63. Das ist jedes Jahr anders, hängt auch vom Holz ab."
Auf 20 belgische Meistertitel kann Raymond Kockelmann blicken. Der Organisator hat die Belgien Forest Events nach sieben Jahren Pause mit einem engagierten Team wieder aufleben lassen und freut sich über die große Resonanz. "Wir haben nur positive Reaktionen und Lob. Es war toll. Wir haben immerhin viele Tage mit den Vorbereitungen verbracht. Ich freue mich über den Erfolg."
Vor allem junge Leute hat die Veranstaltung dieses Mal angesprochen, während die Einschreibungen in der Seniorenkategorie leicht zurückgegangen sind. "Ich war überrascht, dass so viele junge Leute mitgemacht haben. In den vergangenen Jahren waren es vielleicht fünf oder sechs. Jetzt waren es doppelt so viele. Das freut mich. Aber sie müssen noch begleitet werden, um sich zu verbessern."
Neben den Wettbewerben präsentierten die Belgian Forest Events auch eine große Schau von Traktoren und Maschinen, die bei der Waldarbeit zum Einsatz kommen. 82 Aussteller der Branche waren vor Ort.
Auch ein Kunsthandwerker aus Kettenis war dabei: Der ukrainische Steinmetz Vladislav Yaramenko, der in Ostbelgien seine neue Heimat gefunden hat, zauberte mit der Kettensäge aus einem Holzstamm ein Wildschwein. Zum Abschluss sollten diese und weitere Schnitzarbeiten versteigert werden.
Das Publikum für den Wald und die Arbeit mit Holz zu begeistern, war der Wunsch der Veranstalter. "Das ist mein Leben. Sobald ich einen Fuß in den Wald setze, geht in mir die Sonne auf. Der Wald ist eine echte Quelle der Freude", sagt Raymond Kockelmann.
Und wenn nach dem Kassensturz die Finanzen stimmen, soll es nächstes Jahr wieder eine Auflage der Belgien Forest Events geben.
Michaela Brück





