Am Ufer des Sees von Coo wurden Teile eines Hügels ausgehoben, Bäume mussten weichen. Entstanden ist eine riesige ebenerdige Baustelle. Hier entsteht ein Batteriespeicher mit einer Leistung von rund 74 Megawatt. Das entspricht rechnerisch dem Stromverbrauch von etwa 37.000 Haushalten für einen Zeitraum von rund vier Stunden.
Zwei Batterieplattformen sollen laut dem Projektleiter in Coo, Dries Hermans, gebaut werden. Diese beiden Plattformen sollen jeweils 32 Batteriecontainer beinhalten und an das Stromnetz in Coo angeschlossen werden. Der Batteriepark wird dadurch zur Ergänzung des Pumpspeicherkraftwerk.
Zur Stromproduktion gesellt sich die Speicherung der Energie. Das hat dann in Zukunft einen klaren Vorteil - Energie wird eingespeist wenn der Bedarf da ist und gespeichert wenn es einen Überschuss gibt. Zusammen mit den 2.640 vorhandenen Photovoltaikmodulen bestätigt der Standort Coo seine Rolle als bedeutender Energiepol.
Bis 2028 sollen die Arbeiten am Batteriespeicher andauern. Diese Bauarbeiten werden dann so lange auch einen Einfluss auf die Gewohnheiten der Spaziergänger haben. Eine Umleitung wurde eingerichtet, damit man weiterhin rund um den See wandern kann. Der Bauherr möchte beim Bau dafür sorgen das sich die Lärmbelästigung der Anlage im Rahmen hält, außerdem soll der Batteriespeicher später gut in die Landschaft integriert sein, so Hermans.
Als Ausgleich für die Nadelbäume, die für die Baustelle gefällt werden, soll in Zukunft in der Nähe des oberen Beckens von Coo ein Hektar Laubwald gepflanzt werden.
Robin Emonts