Die Vorfreude war groß am ersten Schultag in der Gemeindeschule Herbsthal: gegen acht Uhr trafen die ersten Kinder auf dem Schulhof ein; bereit, in das neue Abenteuer zu starten. Dabei ist es in diesem Jahr nicht nur für die Kleinsten besonders spannend, sondern für so ziemlich alle, denn zum ersten Mal findet der Schulbetrieb im neuen Gebäude der Gemeindeschule an der Wiesenstraße statt. Bis sie sich darin zurechtfinden, wird es wohl noch ein paar Tage dauern, sagen die Kinder.
"Ich glaube, es wird sehr aufregend, durch die Schule zu rennen und die Räume zu suchen", erklärt die Viertklässlerin Florence. Mila, die ins fünfte Schuljahr kommt, ergänzt: "Das wird eine lange Schatzsuche."
Die 150 Kindergartenkinder in Herbesthal haben da einen kleinen Vorteil. Sie sind schon seit dem Ende der Osterferien an dem neuen Standort unterwegs. Doch auch die 230 Primarschüler waren am Dienstag mehr als bereit für den Start ins neue Schuljahr. Darunter auch die zwölf Schülerinnen und Schüler der "Mäuseklasse". Bei ihrer Lehrerin Estelle Corman drücken die Erstklässler ab sofort die Schulbank. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde richteten sie gemeinsam den neuen Klassenraum ein.
Insgesamt gibt es 13 Klassen in der Gemeindeschule Herbesthal: sechs deutschsprachige und sieben französischsprachige. Geleitet wird die Gemeindeschule erneut übergangsweise von Thomas Brüll, er begrüßte die Kinder und deren Eltern am Morgen auf dem Schulgelände.
"Die Kinder standen direkt vor mir, da merkte man schon, sie waren in Teilen sehr aufgeregt und sehr gespannt, schnell in die Klassen zu kommen. Deshalb haben wir das Ganze bewusst recht kurz gehalten, damit es sehr konkret und schnell losgehen kann in den einzelnen Gruppen. Ich fand es in dem Sinne sehr positiv. Und auch die Rückmeldungen der Eltern. Wir haben letzte Woche den Elternrat gehabt, da haben die Mitglieder das Gebäude auch kennengelernt. Da kann ich sagen, jeder, der das Gebäude kennenlernt ist da sehr positiv und auch positiv gespannt."
Neben seinem Posten in Herbesthal bleibt Thomas Brüll auch als Direktor der Schulgemeinschaft Walhorn-Lontzen im Amt. Damit das funktioniert, gibt es in beiden Schulzentren halbtags Unterstützung durch eine pädagogische Koordinatorin. Auch die Sekretariate beider Seiten stemmen die Aufgabe mit. Im nächsten Schuljahr soll der Posten neu besetzt werden, bis dahin hat Thomas Brüll sich aber noch einiges vorgenommen.
"Für mich persönlich kann ich sagen, gibt es ein paar Ziele, die wir gerade auch in Unterstützungsystemen für das Lehrpersonal umsetzen wollen, gerade auch im Bereich Digitalisierung und im Bereich pädagogischer Organisation. Da gibt es schon ein paar sehr konkrete Ziele. Aus meiner Sicht ist es danach Aufgabe des Trägers, die sich mit mir abstimmen werden, zu sehen, wie wir später weiter verfahren."
Am wichtigsten sei jetzt aber natürlich, dass die Kinder und die 45 Personalmitglieder sich schnellst- und bestmöglich in dem neuen Standort der Gemeindeschule Herbesthal einleben.








