Die Keramikerin Lynn Schoonbroodt ist die neue Museumspädagogin und leitet mit einem Team die Ferienateliers für Kinder. Vier Wochen lang gab es verschiedene Themen rund ums Töpfern.
"Letzte Woche hatten wir das Thema 'Zeitreisende Scherben'. Da haben die Kinder viel mit archäologischen Scherben gearbeitet und sie in die Zeitspannen eingeordnet. Dabei haben sie viel gelernt. Diese Woche haben wir das Thema 'Primitives Brennen'. Sie haben Gefäße aus rotem Ton hergestellt und sie poliert, wie es damals gemacht wurde."
Das primitive Brennen in einem Papierofen ist eine von vielen Brenntechniken, die es im Töpferhandwerk gibt und über die sie in der Ferienwoche etwas gelernt haben. Diese Technik ist für Kinder besonders spannend und einfach nachzubauen.
"Wir nehmen Zeitung, dann Ton und dann wieder Zeitung. Wir brauchen 16 Schichten", erklärt die neunjährige Daria. Sie ist wie viele Kinder in der Gruppe nicht zum ersten Mal bei einem Ferienatelier im Raerener Töpfereimuseum. Dabei wird nicht nur getöpfert. Spielerisch entdecken die Kinder auch die Geschichte der Burg und des Raerener Steinzeugs.
Während die eine Gruppe noch ihre Gefäße formt, sind die anderen dabei, ihren Papierofen fertigzubauen. "Das wird schon lange so gemacht, ist aber nicht historisch, sondern eher experimentell", erklärt die Museumspädagogin Lynn Schoonbroodt. "Die Holzstruktur brennt zuerst weg. Danach bleibt nur noch die Papierschicht mit dem Schlicker stehen. Wenn das dann heiß genug ist, verfällt es irgendwann zu Asche."
Mit dem Brennen müssen sich die Kinder noch ein wenig gedulden. Wegen des aktuellen Feuerverbots darf der Ofen voraussichtlich erst Mitte September angemacht werden.
Mitte September findet auch der Euregio-Keramikmarkt statt: Am 12. und 13. werden 74 Aussteller rund um die Raerener Burg ihre Tonarbeiten präsentieren.
Michaela Brück





