Fünf Jahre lang hat sich Wygand, der beruflich als Ingenieur in einem Maschinenbauunternehmen arbeitet, auf diese Tour vorbereitet. "Ich habe mehrere Berichte gesehen auf Youtube über Fernwanderer und hab dann erst mit kleineren Wanderwegen wie dem Hochröhner und dem Rheinsteig in Deutschland begonnen. Dann bin ich eine Tour durch die französischen Alpen gelaufen, die Tour de Sacré, und hab mich dann so langsam dann an die Distanz herangearbeitet."
Wâhrend seiner Wanderung hat der Raerener viele tolle Eindrücke gesammelt. "Ich bin irgendwann morgens losgegangen an ein Campingplatz und da war es wirklich diesig grau und ich denk, boah, nee, das ist jetzt wirklich total Müll. Und irgendwann fünfhundert Höhenmeter später stand ich dann über den Wolken und das ist schon super beeindruckend."
Einsam hat sich der Raerener während seiner Wanderung nicht gefühlt. "Den Weg gehen wahrscheinlich Tausende Leute jedes Jahr. Und insofern trifft man immer wieder Leute. Und wenn man dann dort jemanden trifft, wo wenig Leute unterwegs sind, dann hat man gewöhnlich auch ein paar Worte füreinander im Gegensatz zu den Hotspots, wo viele Leute unterwegs sind, und wo noch nicht mal jemand Hallo sagt."
Und welche Wanderung hat Wygand als nächste ins Auge gefasst? "Ich werde bestimmt noch andere Wanderungen machen, aber habe noch keine konkreten Pläne. Ich habe eine Frau aus Dänemark kennengelernt. Diese hat mir von Fernwanderwegen in Dänemark erzählt."
Aber derart lange Touren wie durch die Pyrenäen wird der Raerener fürs Erste nicht in Angriff nehmen. "Ich kann nicht jedes Jahr so viel Urlaub nehmen. Und das wäre jetzt auch sehr anstrengend."
Ausführliches Radio-Interview mit Wolfgang Wygand im Player:
Sabine Niessen

