Über einen Feldweg gelangt man am Rande des Dorfes Maldingen zur Dorftränke. Einem Trog aus Rechter Blaustein. Während die Tränke heute als Ausflugsort, Ruhepol oder Ort der Abkühlung angesteuert wird, hatte sie früher eine durchaus wichtige Funktion.
"Es gibt keine Quellen, wo man nachschauen kann, wie lange die Dorftränke schon hier besteht", sagt Hansi Krings, der Mitglied der Dorfgruppe in Maldingen ist. "Aber wahrscheinlich schon über hundert Jahre, denn im Sommer 1921 war ein trockener Sommer und da war nirgendwo mehr Wasser im Dorf, nur hier noch. Die Leute sind hierhin um Trinkwasser zu holen oder zum Waschen. Die Bauern kamen mit dem Vieh."
Instandsetzung durch Dorfverein
Die Tränke ist in den 60er Jahren nach dem Bau einer Wasserleitung in Vergessenheit geraten. Sie wurde zwischenzeitlich sogar als illegale Mülldeponie benutzt. Erst Anfang der 2000er Jahre kam der Wunsch auf, aus dem Ort wieder etwas besonderes zu machen. "Da kam die Idee, da müsste man mal was machen. Die schöne Tränke da unten, das war mal ein ein Prunkstück hier und jetzt sieht man nichts mehr davon.", erinnert sich Hansi Krings. "Dann haben einige Bewohner des Dorfes und ein paar Bauern und Rentner die Tränke freigelegt von Müll und alles entsorgt. Und dann mit dem Entstehen der Dorfgruppe 2008 ist es dann richtig vorangegangen."
Ort der Ruhe und Entspannung
Entstanden ist ein kühler, schattiger Ort mit Picknickstelle, der auch gerne von Familien angesteuert wird: "Also die Dorftränke ist für mich ein Stück Heimat, ganz einfach", sagt Anwohnerin Shayne Piront. "Nach der Arbeit, wenn man mal runterkommen will, dann geht man mit den Kindern eine Tour spazieren oder auch nach der Schule kommt man hier vorbei, hält an, setzt sich hin und kann auch einfach mal fünf Minuten die Natur genießen. Einfach mal fünf Minuten kurz durchatmen."
Aktuell vermisst man nur leider das Wasserplätschern. Denn, die Dorftränke wird wieder restauriert. "Wir waren gezwungen, hier was zu machen, denn ein über hundertjähriger Baum, eine Esche, wurde immer dicker. Die Wurzeln drückten auf den Trog und der Trog war gerissen. Das Wasser lief weg und da mussten wir was machen", sagt Hansi Krings.
Der Trog wurde weggenommen und eine neue Stützmauer gebaut. In ein paar Wochen soll alles wieder beim Alten sein und die Tränke wieder an ihrer Stelle stehen.

Lena Orban


