"Ich habe großes Vertrauen in alle Einsatzkräfte vor Ort. Ich hoffe, dass die ganzen Maßnahmen, die Stunden aller Einsatzkräfte, die einen super Einsatz leisten, auch das erwünschte Ziel erreichen, und das hoffentlich so schnell wie möglich", sagte Franzen. Er zeigte sich stolz darüber, wie alle gemeinsam gegen diesen Vennbrand ankämpfen. Er betonte, wie gut auch die Gemeinde zusammenhält in den Momenten der Evakuierung einzelner Ortschaften. Franzen hofft, dass diese Situation schnell wieder beendet ist und die Zerstörung für alle beteiligten Gemeinden, so groß sie auch schon ist, nicht weiter anwächst.
Mit einem Applaus beendete er seine kurze Rede an den Gemeinderat und die Bütgenbacher Bürgerinnen und Bürger.
Übernachtungssteuer
Die Gemeinde Bütgenbach erhöht ab 2027 die Summe der Übernachtungssteuer von 1,50 Euro auf 2,50 Euro pro Person. Diese Steuer müssen Touristen, die in der Gemeinde übernachten, bezahlen. Ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren. Außerdem Schulgruppen und Reisen mit sportlichem und kulturellem Charakter.
Mit der Steuer möchte die Gemeinde die Touristen an der Finanzierung der touristischen Infrastruktur beteiligen. Bürgermeister Daniel Franzen betonte, dass die Gemeinde ein großes touristisches Angebot gratis bietet. Dazu zählen beispielsweise die Wanderwege und Bademöglichkeiten am Bütgenbacher See, die die Gemeinde pflegt in Ordnung hält.
Seit 2022 gibt es in der Gemeinde Bütgenbach die Übernachtungssteuer. Vorher gab es eine Bettensteuer. Im Jahr 2025 konnte die Gemeinde durch die Steuer bei rund 83.000 Übernachtungen knapp 124.500 Euro einnehmen.
Wasserschutzzone
Daneben ging es im Gemeinderat um die Einrichtung einer neuer Wasserschutzzone rund um die Wasserentnahmestelle am See von Robertville. Diese vergrößerte Zone betrifft auch einen Teil der Gemeinde Bütgenbach. Die SWDE hat einen Umweltverträglichkeitsbericht für die Erweiterung der Zone erstellt. Die Wasserschutzzone hätte auch Auswirkung auf die Infrastruktur in der Gemeinde Bütgenbach.
Im Gemeinderat kommt der Bericht der SWDE nicht gut an. Einige Ratsmitglieder forderten, dass ein negatives Gutachten abgegeben wird. Der Trinkwasserschutz sei zwar gut und wichtig, aber man möchte dafür nicht, dass anfallende Kosten und größere Einschränkungen auf die Bürger zukommen.
Einige Ratsmitglieder forderten, dass ein bedingt günstiges Gutachten abgegeben wird. Der Gemeinderat hat so oder so einige Bedenken zum Bericht geäußert und fordert Anpassungen durch die SWDE. Am Ende entschieden sich 13 Gemeinderatsmitglieder für ein negatives Gutachten. Daneben gab es eine Gegenstimme und eine Enthaltung.
Außerschulische Betreuung
Zum neuen Schuljahr zieht die außerschulische Betreuung in Nidrum in das Gebäude der VOG "Haus der Begegnung". Die Betreuung findet in Zukunft in dem ehemaligen Probelokal der Sing- und Spielgemeinschaft statt.
Damit bleibt die "AUBE" in Nidrum und nah an der Schule. So möchte man den Bedarf, der in Nidrum angekündigt wurde, auch in den kommenden Jahren abdecken. Im Notfall hätten die Schüler zur außerschulischen Betreuung in Zukunft nach Bütgenbach fahren müssen. Im Gemeinderat wurde der Mietvertrag mit der VOG "Haus der Begegnung" den neuen Bedingungen entsprechend angepasst.
Robin Emonts