Das umstrittene Bauprojekt im Kelmiser Ortsteil "Schlack" hat einen Dämpfer erhalten. Die Wallonische Region und die Deutschsprachige Gemeinschaft haben den Antrag auf eine Globalgenehmigung abgelehnt.
Wie der Kelmiser Bürgermeister Daniel Hilligsmann erklärte, stützt sich die Entscheidung auf insgesamt sechs negative Gutachten. Gegen das Vorhaben sprachen sich die GISER-Zelle der Wallonie (Gestion Intégrée Sol-Érosion-Ruissellement), der Öffentliche Dienst Verkehr und Sicherheit im Straßenbau der Wallonischen Region, der Öffentliche Dienst Landwirtschaft, Natürliche Ressourcen und Umwelt der Wallonischen Region, die Gemeinde Bleyberg, der technische Dienst der Gemeinde Kelmis und das Gemeindekollegium von Kelmis aus.
Der Antrag für das Projekt mit 44 Wohneinheiten war bereits Anfang 2025 eingereicht worden. Im Sommer 2025 fand die öffentliche Untersuchung statt, bei der rund 600 Einsprüche eingingen. Anschließend wurden die Einwände im Rahmen einer Konzertierungsversammlung erörtert.
Nach Angaben von Hilligsmann standen bei der Beurteilung vor allem drei Punkte im Mittelpunkt: die geplante Trassenführung, der Hochwasserschutz und mögliche Bodenverunreinigungen.
Die Gemeinde habe das Dossier objektiv und sachlich geprüft und sich auf dieser Grundlage gegen die Trassenführung und schließlich gegen das Gesamtprojekt ausgesprochen. Die zuständigen Genehmigungsbehörden folgten dieser Einschätzung und lehnten die Globalgenehmigung ab.
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Robin Emonts