Vor dem Eingang des Oskarstollens erinnert eine große weiße Steinpforte mit zwei gekreuzten Hämmern an die Zeit des Bergbaus. Ein Blick ins Innere ist heute allerdings nicht mehr möglich: Hinter dem Eingang wird es schnell dunkel, ein Metallgitter versperrt den Zugang. Das ist auch gut so, denn das Betreten alter Stollen ist lebensgefährlich.
"Vor rund 160 Jahren sah das anders aus. Damals sind täglich rund 120 Bergleute eingefahren", erklärt Jan-Sabri Cetinkaya, Leiter des Museums Vieille Montagne in Kelmis. "Der Stollen ist nach Oskar Bilharz benannt. Er war Direktor der Bergbaugesellschaft 'Agence de Moresnet de la Vieille Montagne' und später auch Bürgermeister von Neutral-Moresnet."
Wer mehr über die bewegte Bergbaugeschichte der Region erfahren möchte, sollte dem Museum Vieille Montagne in Kelmis einen Besuch abstatten.
Ebenfalls empfehlenswert ist der Industrielehrpfad. Der rund acht Kilometer lange Rundweg startet am Parkhotel in Kelmis und führt auf den Spuren des historischen Galmei-Bergbaus durch die Region. Eine Station des Lehrpfads befindet sich am Oskarstollen.
Aktion "Mein Lieblingsort in Ostbelgien"
Der Oskarstollen in Kelmis zählt für Mela Lenssen zu den schönsten Orten Ostbelgiens. Und wer einmal am Hohnbach steht, dem leisen Plätschern des Wassers lauscht und den Blick über die Natur schweifen lässt, versteht schnell, warum. "Es ist das Paradies vor der Haustür. Es ist zu jeder Jahreszeit ganz besonders hier. Vor allem, wenn der Bärlauch zu riechen ist und die Narzissen rauskommen", erzählt Mela Lenssen.

Dogan Malicki











