Die Trockenheit in der Wallonie nimmt weiter zu. Das geht aus dem letzten Bericht des Krisenzentrums Cortex hervor. Aktuell versammeln sich die Experten aus dem Wassersektor einmal pro Woche, um die Lage einzuschätzen.
Generell gilt: Trotz vereinzelter Regenschauer bleiben die Niederschläge deutlich zu gering, um die Situation zu entspannen. Vor allem kleinere Flüsse führen inzwischen sehr wenig Wasser. Auch die Wasserstände der schiffbaren Gewässer liegen teils unter den saisonalen Mindestwerten.
Auch an den Talsperren der Region macht sich die Trockenheit langsam bemerkbar. Während an der Gileppe-Talsperre noch genug Reserven vorhanden sind, gelten an der Talsperre Eupen mittlerweile erste Einschränkungen. Die betreffen aktuell aber nur die Stromzentrale des Bauwerks - die Lage sei unter Kontrolle, berichten die Experten.
Der hohe Wasserverbrauch durch die Hitze belastet die Trinkwasserversorgung zusätzlich. Die Wasserversorger rufen deshalb zum sparsamen Umgang mit Wasser auf. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft gibt es bislang keine offiziell angeordneten Nutzungsbeschränkungen. Die Gemeinde Burg-Reuland steht aber unter besonderer Beobachtung.
mitt/ake