Franz Bittner, Vorsitzender der EVEA, was ist hier geplant?
Die Idee geht auf den luxemburgischen Politiker Georges Wagner zurück. Er hatte vor 50 Jahren die Idee, hier am Dreiländereck zwischen Belgien, Deutschland und Luxemburg einen Treffpunkt für Menschen aus den drei Ländern zu machen. Daraufhin wurde dieses Europadenkmal von der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen (EVEA) mit Unterstützung der Gemeinden und der beteiligten Länder geschaffen. Die Vereinigung selbst ist Eigentümer des Geländes in Luxemburg und auch in Belgien, aber wir haben nicht die Infrastruktur, diesen Ort dauerhaft so zu gestalten, dass er ansprechend und schön ist.
Deshalb hatten wir die Idee, dass es an der Zeit ist, jetzt kurz vor dem fünfzigjährigen Jubiläum diesen Ort noch einmal, banal gesagt, zu verschönern oder in Wert zu setzen, insgesamt also etwas schöner zu machen.
Hier kommen Menschen vorbei, Fußgänger, Wanderer, Radfahrer, halten kurz inne und schauen auf die Informationstafeln.
Ja, wir haben vor etwa zehn Jahren mit dem Geschichtsverein "Zwischen Venn und Schneifel" schon erste Maßnahmen ergriffen. Der Ort ist immer wieder Treffpunkt für Menschen, die von hier aus wandern. Hier führen viele Wegstrecken zusammen und es liegt ja wunderbar in diesem Ourtal in einer Naturlandschaft.

Dieser Ort soll auch ein Begegnungsort werden mit Blick auf die junge Generation.
Das ist uns besonders wichtig, weil wir glauben, dass die längste Perspektive erreicht werden kann, wenn wir junge Menschen von diesem europäischen Ort überzeugen. Europa ist ja nicht nur das, was in Brüssel stattfindet, das sind nicht nur die Institutionen. Das sind im Grunde die Menschen, die sich begegnen, die zusammentreffen, Menschen aus verschiedenen Ländern, die Freundschaften schließen. Das ist der eigentliche Mehrwert für die europäische Zusammenarbeit.
Innerhalb der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen gibt es einen Verein, der sich für das Zusammentreffen von Jugendlichen einsetzt. Jetzt steht wieder die Interregionale Jugendwoche für sinfonisches Blasorchester an ...
Ja, wir organisieren in jedem Jahr etwa 30 bis 35 Jugendprojekte. Junge Menschen treffen sich in der Regel eine Woche lang, leben zusammen, machen Projekte zusammen. Und eines dieser Projekte ist die interregionale Jugendwoche für sinfonisches Blasorchester, die es seit beinahe 40 Jahren gibt. Sie bringt auch in der Öffentlichkeit den europäischen Gedanken zum Ausdruck mit mehreren Konzerten, unter anderem in Neuerburg, in Clervaux und in St. Vith (am 25. Juli, um 19:30 Uhr, im Triangel).
Und es gibt einen Abstecher hierher zum Europadenkmal ...
Ja, wir haben beschlossen, dass das Orchester an diesen Ort kommen soll und hier ein Ständchen, einen musikalischen Beitrag praktisch zum Auftakt dieses Interreg-Projekts bringen wird. Und zwar am Freitag, dem 24. Juli, nachmittags um 14 Uhr.
Radio-Interview mit Franz Bittner im Player:
Stephan Pesch