Auf der Dachterrasse des Uhoda-Turms werden im Moment die letzten Handgriffe ausgeführt. Installiert wird die Rooftop-Terrasse. Sie stammt aus der Werkstatt des Schreinereibetriebs Töller in Bütgenbach.
Für das Prestigeprojekt an der Raidillion-Kurve fertigte das Unternehmen außerdem die Thekenbereiche auf den verschiedenen Etagen an - sowohl für die Eventagentur "Folks" als auch für den Hersteller von Rennsimulatoren "Virtex". Das Besondere: In Zusammenarbeit mit dem Malmedyer Unternehmen "MySteel" entstanden Theken, die auf Schienen bewegt werden können. So lassen sie sich bei Bedarf verschieben und schaffen mehr Platz im Raum.
Auch freistehende Elemente wie Buffetmöbel oder Rednerpulte sowie Wandverkleidungen, Türen und Teile des Trockenbaus kommen von Töller. "Wir sind schon im Frühjahr vom Architektenbüro Valentiny Architectes angefragt worden und haben da natürlich zugesagt. Und dann ging es sehr sehr schnell. Das musste es aber auch, denn das Zeitfenster war sehr knapp", erinnert sich Töller-Mitgeschäftsführer William Sproten an das Projekt. "Wir haben circa drei Wochen produziert und dann hatten wir ein Zeitfenster von zehn Tagen, um alles zu montieren. Das war schon ein Riesenprojekt, an dem man normalerweise zwei oder drei Monate arbeitet. Hier musste es wirklich schnell gehen und fertig werden für die 24 Stunden von Spa."
Stolz ist Töller vor allem auf die hochwertigen Materialien, die bei dem Projekt zum Einsatz gekommen sind. So beispielsweise Burnt Wood, das aussieht, wie verbranntes Holz oder Inox.
Die exklusiven Materialien und die Hochwertigkeit des gesamten Projektes sorgten für eine weitere Herausforderung: die Logistik. "Es mussten am Turm Fenster ausgebaut werden, weil die Teile so groß und so schwer waren und alles musste mit dem Kran hochgehen. Da sind vier Sattelschlepper mit Möbeln von Töller angeliefert worden und alle mit dem Kran hoch."
Für Töller ist es nicht der erste außergewöhnliche Auftrag in der Firmengeschichte: So stellte das Unternehmen schon vor einigen Jahren einen Tisch für die Nato her. Trotzdem hat das Projekt an der Rennstrecke eine besondere Bedeutung. "Wir haben uns natürlich sehr geehrt gefühlt, für so ein schönes Prestigeobjekt ausgesucht zu werden durch den Architekten, vor allem weil es so nah liegt - es gibt öfter Anfragen, aber die sind dann oft weiter weg und das macht es komplizierter. Das sind dann aber auch die Projekte, die wir gerne machen, die wir können und auch wollen."
"Ich möchte aber auch ein ganz großes Dankeschön an das ganze Team aussprechen, dass sie alle so mitgezogen haben. Es wäre sonst nicht möglich gewesen. Sie haben da Großes geleistet und da ist ein wirklich toller Teamspirit entstanden. Es war ein anstrengendes aber auch tolles Projekt", so Sproten.
Gemeinsam mit Gary Gennen hat William Sproten 2025 die Geschäftsführung von Töller übernommen. In diesem Jahr sei schon einiges passiert - ein Stück Ostbelgien an der Rennstrecke von Spa-Francorchamps zu verewigen, zählte dabei wohl zu den größten Aufträgen. Ähnliche Projekte dürften für den Betrieb auch in Zukunft gerne folgen.

Lindsay Ahn




