Die Polizei Aachen warnt vor einer Betrugsmasche beim Autokauf. Seit etwa zwei Jahren häufen sich Fälle, bei denen Menschen gestohlene oder unterschlagene Autos kaufen und dabei oft mehrere zehntausend Euro verlieren.
Wie die Aachener Zeitung berichtet, reisen die Käufer zum Teil aus ganz Deutschland an. Kurz vor dem vereinbarten Termin verlegen die Täter den Treffpunkt auf einen Parkplatz hinter der Grenze, häufig in der Nähe von Lüttich. Dort übergeben sie das Auto und kassieren das Geld in bar.
Nach Angaben der Polizei stammen die Fahrzeuge meist aus Belgien, Frankreich oder von deutschen Mietwagenfirmen. Die Täter nutzen echte gestohlene Fahrzeugpapiere, die sie fälschen. Deshalb erkennen viele Käufer den Betrug zunächst nicht. Oft bemerken sie ihn erst, wenn sie den zweiten Schlüssel abholen oder das Auto zulassen wollen.
Die Polizei rät deshalb, bei ungewöhnlich günstigen Angeboten besonders vorsichtig zu sein und Warnzeichen ernst zu nehmen.
Warnzeichen sind laut der Polizei Aachen:
- Ungewöhnlich günstige Angebote
- Plötzliche Verlegung des Treffpunkts
- Der Verkäufer schickt einen Vertreter
- Ausschließlich Barzahlung möglich
- Der zweite Fahrzeugschlüssel fehlt vor Ort
Die Polizei rät, keine Ausweiskopien per WhatsApp zu verschicken. Interessenten sollten nach der Fahrgestellnummer fragen und mit Inserat, Chatverlauf und Fahrzeugdaten zur nächsten Polizeiwache fahren. Dort kann überprüft werden, ob der Wagen als gestohlen gemeldet ist.
az/gaz