Der Aachener Physiker Raphael Wittkowski erhält den mit 1,1 Millionen Euro dotierten Alfried-Krupp-Förderpreis. Das hat die Krupp-Stiftung mitgeteilt. Wittkowski forscht an der RWTH Aachen auf dem Gebiet der aktiven weichen Materie.
Das Gebiet der Aktiven weichen Materie sei ein neues Forschungsfeld, das an der Schnittstelle von Physik, Chemie, Ingenieurwissenschaften, Biologie und Medizin angesiedelt sei, hieß es in der Mitteilung.
Im Mittelpunkt von Wittkowskis Arbeit stehen winzige Systeme, die sich mit Ultraschall steuern lassen. Sie könnten künftig Medikamente gezielt im Körper freisetzen, als verformbares Gewebepflaster die Herzmuskelbewegung unterstützen oder künstliche Muskeln antreiben. Nach Angaben der Stiftung sollen sich dadurch Nebenwirkungen von Behandlungen verringern.
Das Preisgeld wird über fünf Jahre ausgezahlt und soll die Forschung des 38-Jährigen unterstützen. Die Preisverleihung findet im Herbst in Essen statt.
az/gaz