Die liberalen Abgeordneten Christine Mauel, Stéphanie Cortisse und Frederik Wertz wollen mehr junge Menschen aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft für ein Studium in der Französischen Gemeinschaft gewinnen.
Hintergrund ist ein Rückgang der Einschreibungen von 1.025 im Studienjahr 2019/2020 auf 889 im Studienjahr 2024/2025. Sie setzen vor allem auf bessere Französischkenntnisse und mehr Unterstützung beim Studienstart. Nach Ansicht der drei Abgeordneten soll so mehr qualifizierter Nachwuchs in Belgien bleiben.
Zugleich fordern die Abgeordneten eine Modernisierung der administrativen Datenbanken. Nur mit verlässlichen Zahlen lasse sich nachvollziehen, warum Studierende nach Deutschland oder Maastricht wechseln und wie Belgien mehr Fachkräfte im eigenen Land halten kann. Es sei nicht hinnehmbar, dass wesentliche öffentliche und wirtschaftliche Politiken mit veralteten Systemen gesteuert werden müssten, die es nicht einmal erlaubten, eine klare statistische Historie über zehn Jahre zu erstellen, heißt es in der Mitteilung.
mitt/gaz