"Es ist natürlich schade, wenn ein Event so abrupt endet. Es ist so gewesen, dass eine sehr starke Sturmböe, die auch wirklich nicht angekündigt war, über das Gelände gefegt ist. Auch die Hilfskräfte, die vor Ort waren, wussten nicht, wo das so plötzlich herkam. Wir vermuten, dass dieser starke Wind auf dieser großen, freien Fläche eine große Angriffsfläche hatte und dadurch so viel zerstört hat", sagt Jacqueline Jost, die Präsidentin der Veranstaltung in Eupen. Sie behält vom Wochenende vor allem, dass die Solidarität der Bevölkerung stärker als jeder Sturm ist.
Ihr besonderer Dank gilt den Helfern des Roten Kreuzes: "Als es darauf ankam, haben sie direkt die richtigen Maßnahmen ergriffen. Haben alles evakuiert und die Menschen in der Sporthalle in Sicherheit gebracht. Als dann das Gelände morgens wieder geöffnet wurde, standen dann auch schon viele Menschen da zum Helfen, und dann hat es auch nicht lange gedauert, bis alles wieder in Ordnung war."
Für die Schäden muss jetzt die Versicherung aufkommen. Man wolle dafür sorgen, dass keiner der Beteiligten auf den Schäden sitzen bleibe, so Jost.
Die gesammelten Spenden bleiben für den Kampf gegen Krebs reserviert. "Vor Start des Events zeigte der Zähler schon über 63.000 Euro an. Und auch in den Stunden zwischen 15 Uhr und halb zwei morgens ist noch einiges zusammen gekommen", meint Jacqueline Jost. Weitere Spenden können noch bis Ende des Jahres gemacht werden - mehr Informationen gibt es auf der Webseite von "Lauf für das Leben".
"Wir freuen uns natürlich über jede Spende, die da noch reinkommt und ich muss sagen, dass wir weiterhin die Solidarität der Bevölkerung spüren. Wir bekommen unheimlich viele Anrufe und Nachrichten und es sind schon sehr viele Spenden seit Sonntagmorgen eingegangen."
Der "Lauf für das Leben" kämpft also trotz Unglück weiter gegen den Krebs. Ende August wollen die Organisatoren das Spendenergebnis von dieser Ausgabe bekannt geben und dann mit frischer Energie auf den "Lauf des Lebens" 2027 hinarbeiten.
"Dadurch lassen wir uns nicht kleinkriegen. Alle, die mit uns daran gearbeitet haben, wollen das auch weiterhin tun. Im Hinblick auf die nächste Ausgabe wollen wir auch mit Feuerwehr und Polizei Rücksprache halten, damit wir - auch wenn es diesmal nicht vorhersehbar war - das Event noch sicherer gestalten und solche Sachen in Zukunft noch besser händeln."
Anne Kelleter