In der Nacht zum Freitag ist das Denkmal am ehemaligen Bahnhof Herbesthal durch Vandalismus beschädigt worden. "Die Beschädigung eines solchen Ortes des Gedenkens und der historischen Verantwortung geht weit über eine bloße Sachbeschädigung hinaus", schreibt die Gemeinde Lontzen in einer Mitteilung. "Sie trifft ein Denkmal, das an menschliches Leid, aber zugleich auch an Mut, Solidarität und die Bereitschaft erinnert, Verfolgten Schutz zu gewähren."
Das Denkmal erinnert an die jüdischen Kindertransporte in den Jahren 1938 und 1939. Über den Bahnhof Herbesthal gelangten damals rund 1.000 jüdische Kinder und Jugendliche nach Belgien und entkamen auf diese Weise der Verfolgung durch die Nationalsozialisten.
Die Gemeinde Lontzen verurteile diese Tat aufs Schärfste und hoffe, dass die Verantwortlichen zeitnah ermittelt werden können, heißt es in der Mitteilung. Die Gemeinde bittet bei der Aufklärung des Vorfalls die Bevölkerung um Mithilfe. Wer Hinweise geben kann, soll sich bei der Polizei oder bei der Gemeindeverwaltung melden.

mitt/moko