Ronja Schütz aus Weisten gibt nicht so schnell auf. Ihre Radreise zu einer Freundin nach Oslo musste sie im April zwar nach einem Unfall abbrechen, aber schon damals hatte sie einen neuen Anlauf in den Sommerferien angekündigt.
"Und ja, Oma und Opa begleiten mich wieder. Wir fahren wieder mit dem Wohnmobil. Wir haben uns aber keine Deadline gesetzt", erzählt Ronja. Im Sommer hat sie mehr Zeit als in den Osterferien. "Wir hatten ja damals eigentlich nur zehn Tage Zeit. Jetzt peilen wir 21 Tage an. Das heißt, ich muss jetzt auch nicht jeden Tag 150 Kilometer fahren."
Nicht nur das Timing, auch die Strecke hat Ronja angepasst. "Tatsächlich fahre ich nicht mehr durch so große Städte wie Düsseldorf und Dortmund. Wir haben entschieden, dass ich von dort aus, wo ich gefallen bin, weiterfahre - aber Richtung Holland. Und dann fahre ich meine komplette Tour über die Niederlande, Richtung Bremerhaven, alles an der Küste entlang. Damit das einfach sicherer und schöner ist."
Die Schülerin des Königlichen Athenäums St. Vith besucht in Oslo ihre Freundin Johanna aus Köln, die sie vor zwei Jahren auf dem Jakobsweg kennengelernt hat. Sie sammelt mit dem Projekt Spenden für die Kinderkrebs-Abteilung des Krankenhauses von Gent. Auf der Plattform Steunactie sind schon mehr als 11.000 Euro zusammengekommen.
Ronja Schütz: "Es kann immer etwas dazwischenkommen, das alles verändert"
Katrin Margraff