In Eupen ist am Freitagabend die traditionelle Kirmes angelaufen. Rund 60 Schausteller haben ihre Attraktionen in der Innenstadt aufgebaut. Die Veranstaltung gilt als zweitgrößte Kirmes in der Provinz Lüttich und zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher aus der Region an.
Die Organisation stellt die Stadt trotz langjähriger Erfahrung vor große Herausforderungen. "Man nutzt gefühlt die halbe Oberstadt. Es ist für uns ein tolles Event, das aber auch mit extrem viel Vorarbeit innerhalb der Stadtdienste zusammengeht", erklärte Eupens Kulturschöffe Nicolas Pommée. Die Kirmes sei aber auch ein Ereignis, das einen großen Mehrwert für die Stadt bringe.
Auch die Sicherheitsbehörden sind intensiv eingebunden. Bereits Monate im Voraus beginnen Polizei, Feuerwehr und Stadtverwaltung mit der Planung des Sicherheitskonzepts. Während der Kirmestage sorgen unter anderem Fußstreifen für Präsenz.
Kurz vor dem Start kam es noch zu Änderungen: Ein Schausteller sagte kurzfristig ab, die entstandene Lücke konnte jedoch schnell geschlossen werden. Innerhalb der Branche funktioniere der Austausch gut, viele Anbieter sind untereinander vernetzt.
Bei den Schaustellern selbst ist die Eupener Kirmes beliebt. Sie biete eine gute Mischung aus wirtschaftlicher Perspektive und besonderer Atmosphäre, sagte Autoscooter-Betreiber Daniel Jamar. Gerade für junge Menschen sei die Kirmes nach der Prüfungszeit ein beliebter Treffpunkt.
Am Wochenende dürfte neben Fahrgeschäften und Süßwaren vor allem eines im Mittelpunkt stehen: die Hitze. Meteorologen erwarten Temperaturen von bis zu 33 Grad. Besucher sollten daher auf Sonnenschutz und ausreichende Abkühlung achten.
Manuel Zimmermann









