In einer Stellungnahme zur geplanten Reform der Krankenhauslandschaft warnt die wallonische Gesundheitsagentur Aviq vor der Entstehung sogenannter Krankenhauswüsten. Gefährdet sei vor allem der Süden des Landes.
Besonders betroffen wären laut Aviq die Provinz Luxemburg, der Süden der Provinz Namur, die Region Chimay sowie die Deutschsprachige Gemeinschaft. Die Agentur fordert, dass mindestens 90 Prozent der Bevölkerung innerhalb von 30 Minuten eine Notaufnahme erreichen können.
Wo das nicht gewährleistet sei, müssten Alternativen vorgesehen werden. Als mögliche Lösungen nennt die Aviq die Einrichtung lokaler Notfallzentren, zusätzliche Rettungsdienste, medizinische Hubschrauber sowie eine stärkere grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
belga/dop