Vogelsang schärft sein Profil als NS-Erinnerungsort

Vogelsang will mit einer großen Dauerausstellung als wichtiger NS-Erinnerungsort wahrgenommen werden. Die Ausstellung werde den Besuchern einen Einblick geben in den "gelebten Rassenwahn", sagte Vogelsang-Historiker Klaus Ring.

Auf Vogelsang in der Eifel ließ die NSDAP früher ihren Führungsnachwuchs ausbilden. Ein Schwerpunkt war die „Rassenkunde“. Die Nazis inszenierten Vogelsang als Art religiöse Stätte, mit dem martialisch nordischen Helden als Idealtypus der Herrenrasse.

Durch Ideologie und Symbolik sollten junge Nationalsozialisten für Führungsaufgaben geformt und radikalisiert werden. Durch Sport und Drill sollten sie Hitlers Ideal vom neuen Menschen nachstreben: Athletisch, schön und stark. Auf dem Gelände lässt sich das an vielen Orten ablesen.

„Das Gelände ist Objekt und die Ausstellung ist ein wichtiger Teil der Erklärung für das gesamte Gelände“, sagte Ring. Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats sei der Historiker Hans-Ulrich Thamer aus Münster.

Die Ausstellung soll 2014 fertig sein. Sie kostet drei Millionen Euro. Pro Jahr werden 300.000 Besucher erwartet.

dpa/okr - Archivbild: epa

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