Nach einem wettermäßig etwas komplizierten Anfang konnte der Musik Marathon Sonntag richtig durchstarten. Alle Bands schauten auf volle Zuschauerplätze und gute gelaunte Gesichter. Das Programm am Sonntag lief eng getaktet über sieben Bühnen und 23 Acts aller Couleur.
Eine echte Entdeckung für viele war Lebron Johnson am Nachmittag auf der Bühne im Stadtpark. "Ich bin so aufgeregt und fühle mich geehrt, hier sein zu dürfen. Wir machen Soul und Funk, mit etwas Blues und weil ich aus Afrika stamme gilt bei mir das versprechen: alle werden tanzen", erklärte Lebron Johnson.
Projektkoordinator Nicolas Schumacher war rumdum zufrieden: "Ein Musikmarathon, wie man ihn sich vorstellt. Die Klötzerbahn bebt. Jung und Alt, alle sind da und die Musik ist super."
Auch rund um die Musik überzeugte der 34. Musik Marathon. Auf der Essmeile ging es einmal um die Welt und mehrere gemeinnützige Organisationen sorgten für Animation auf der Klötzerbahn. "Wir hatten einen super Tag. Nachdem es gestern ein bisschen schwach angelaufen ist, sind wir heute überwältigt von der Menge Menschen, die hier durchkommt. Ist einfach schön", schwärmt Kathy Range von der Aktion Wasserbüffel.
Wie jedes Jahr war der Musikmarathon kostenlos. Die Organisatoren hoffen, dass das so bleiben kann, aber "die Zukunft wird schwierig, also wir brauchen schon eine dauerhafte, strukturelle Unterstützung und die muss auch mit der Kostenentwicklung Schritt halten. Das ist eine große Veranstaltung, wir beleben die Innenstadt, es kommen ganz viele Menschen von außerhalb, die Eupen entdecken, es hier total toll finden und dann auch wieder kommen."
"Von daher wäre es wirklich sehr schade, wenn uns die Unterstützung verloren gehen würde und wir das, was wir über mehr als 30 Jahre aufgebaut haben, nicht halten könnten", erklärt René Janssen von Chudoscnik Sunergia.
An fehlender Unterstützung von den Zuschauern wird es auf jeden Fall nicht liegen. Geschätzt kamen dieses Jahr am Wochenende zwischen 6.000 und 8.000 Menschen zum Musikmarathon. "Es ist einfach wunderschön und gemütlich. Tolle Stimmung", sagte eine Zuschauerin. "Ich finde es ganz toll gemacht. Es ist so schön, dass die Bühnen hier so verteilt sind und alle haben sich so viel Mühe gegeben. Ich finde es grandios", so eine andere Zuschauerin.
Neue Energie kommt auch vom künftigen Projektmanager für den Musikmarathon. Nicolas Schumacher hört auf, für ihn übernimmt David Kisser die Programmkoordination. "Ich bin mit Chudoscnik erstmal als Künstler in Kontakt gekommen und ganz zufälligerweise war direkt nach meinem Studium hier die Stelle frei und das hat einfach perfekt gepasst. Ich bin richtig happy, dass Chudoscnik mich aufgenommen hat, und freue mich, neue Energie da rein zu bringen."
Viel Energie brachte auch der Topact auf die Bühne. Heißkalt aus Deutschland sorgten für einen gelungenen Abschluss im Stadtpark. Nächstes Jahr steht dann mit der 35. Ausgabe ein kleines Jubiläum für den Musikmarathon an.
Anne Kelleter