Das umstrittene Wohnbauprojekt im Viertel La Bruyère in Welkenraedt sorgt weiter für Diskussionen. Bei einer neuen öffentlichen Anhörung hat sich jetzt das Nachbarschaftskomitee mit dem Projekt beschäftigt.
Die Anwohner kritisieren vor allem die aus ihrer Sicht zu hohe Bebauungsdichte. Das Nachbarschaftskomitee warnt außerdem vor Verkehrsproblemen und möglichen Schadstoffbelastungen im Boden durch die Bergbauvergangenheit des Geländes sowie alte Mülldeponien. Geplant sind aktuell 239 Wohnungen.
Der Bauträger Mathieu Scheen verteidigt die überarbeitete Version des Projekts. Nach seinen Angaben hat er die Zahl der Wohnungen reduziert und mehr Freiflächen vorgesehen. Außerdem seien zusätzliche Parkplätze und neue Verkehrsmaßnahmen eingeplant worden. Scheen betont, das Grundstück sei offiziell als bebaubar bestätigt worden.
Das Nachbarschaftskomitee fordert den Gemeinderat auf, das Projekt abzulehnen und alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, um eine Lösung zu finden. Das Wohnbauprojekt läuft bereits seit mehr als zehn Jahren.
sudinfo/gaz