Einen Impuls setzen für bewussten, regionalen Konsum - das ist das Ziel des "Kleinen Marktes", wie ihn die Organisatoren liebevoll nennen. Dahinter steht eine Gruppe engagierter Bürger aus Hauset, die überzeugt ist: Ein nachhaltigeres Leben ist möglich. Ende 2021 haben sie sich zusammengeschlossen und als Leitmotiv ihrer Gruppe "Weniger ist mehr" gewählt.
Rüdiger Janzen war von Anfang an dabei. "Die Initiative ist aus der Wahrnehmung entstanden, dass die vielen Veränderungen im Klima uns immer mehr Sorgen bereiten und wir uns alleine gefühlt haben", sagt er. "Wir können alleine wenig, aber zusammen können wir mehr. Daraus ist die Initiative entstanden, um für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen. Darüber haben wir schon einiges initiieren können. Das fällt uns zusammen eben leichter, und das ist das große Plus."
Ein Gemeinschaftsgarten im ehemaligen Pfarrgarten an der Kirche war ihr erstes größeres Projekt. Dort blüht und gedeiht es mittlerweile, und jeder ist eingeladen, mitzumachen oder einfach dort zu verweilen. Ein Fairteiler-Schrank wurde aufgestellt, um die Verschwendung von Lebensmitteln zu vermeiden. Und das Repair-Café ist eine beliebte Anlaufstelle geworden.
Die Idee, einen Regionalmarkt zu organisieren, hat Rüdiger Janzen begeistert, und er hat andere überzeugen können - auch wenn die praktische Umsetzung nicht ganz einfach war. "Manche waren schwer erreichbar oder haben sich nicht so schnell zurückgemeldet. Einigen fehlt das Personal, um an einem Markttag vor Ort zu sein. Aber letztendlich haben wir jetzt doch eine recht große Gruppe gefunden, und es ist ein schöner Markt zustande gekommen."
Ein Dutzend Produzenten aus Hauset und Umgebung werden am 20. Juni auf dem Kirchplatz des Dorfes ihre Marktstände aufstellen und eine bunte Vielfalt präsentieren. "Da darf das belgische Bier nicht fehlen", sagt Rüdiger Janzen. "Es gibt Honig, Gemüse, eine kleine Creperie. Es geht um lokale Produkte, aber auch um die Vorstellung von Initiativen in der Region."
"Regional und zusammen" - das ist für die Initiatoren ein Leitmotiv. "Wir wünschen uns, dass die Menschen zusammenkommen, sehen, was es alles vor Ort gibt, sich vernetzen und wir immer mehr Gemeinschaft pflegen und leben."
Für Geselligkeit beim Regionalmarkt sorgen ab 11 Uhr Musik und Tanz. Die Organisatoren hoffen, dass der "Kleine Markt" viele Menschen anzieht. Wenn die Resonanz gut ist, soll es nicht bei einer Auflage bleiben. "Nach meiner Idee darf dieser Markt regelmäßig stattfinden. Wie regelmäßig wird sich nach der Erfahrung zeigen. Aber zweimal im Jahr kann ich mir sehr gut vorstellen."
Produzenten und Direktvermarkter, die sich angesprochen fühlen mitzumachen, können sich über die Webseite wenigeristmehr.be informieren und per Mail an derkleinemarkt@hauset.info Kontakt mit der Initiative aufnehmen.
Michaela Brück