Ein Mix aus Schnee und Hagel grüßte zum Gedenktag der Heiligen, die Gärtnern seit jeher den Schweiß auf die Stirn treiben. Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und schließlich die „Kalte Sophie“ markieren angeblich das Ende der Nachtfrostgefahr.
Doch halten sich die Menschen noch an die alte Regel? Die Meinungen gehen auseinander. Blumenverkäufer Tiemen Lathouwers beobachtet, dass für viele Kunden die ungeschriebene Regel nach wie vor Gesetz ist: Erst wenn die Eisheiligen vorbei sind, wandern die empfindlichen Blumen in die Erde.
Sein Kollege David Hansen sieht hingegen einen Trend zum frühen Pflanzen, der sich am aktuellen Thermometer orientiert - auch wenn das Wetter in diesem Jahr ein deutliches Warnsignal gesendet hat.
Ab Samstag, wenn die Kalte Sophie vorüber ist, dürfte der Weg für die Gartensaison endgültig frei sein.
Obwohl: Die Eisheiligen müssten eigentlich später liegen, weil mit der Kalenderreform von 1582 vom julianischen auf den gregorianischen Kalender zehn Tage im Kalender "übersprungen" wurden, die Namenstage aber an ihrem Platz blieben. Nach heutigem Kalender entspräche die alte Bauernregel daher eher dem Zeitraum Ende Mai statt Mitte Mai.
Wer also ganz auf Nummer sicher gehen möchte ...
Manuel Zimmermann





