Die Provinz Limburg ist Spitzenreiter bei der Umnutzung katholischer Gotteshäuser in Flandern. Wie die Zeitung Het Belang van Limburg unter Berufung auf neue Analysen berichtet, erhalten in der Provinz insgesamt 119 Kirchen eine neue Bestimmung. Damit ist statistisch gesehen jede vierte katholische Kirche in Limburg von einem Nutzungswandel betroffen.
Hintergrund ist die Verpflichtung für flämische Kirchenräte, Gemeinden und Bistümer, sogenannte kirchenpolitische Pläne zu erstellen. Diese legen die künftige Verwendung der Gebäude fest.
Flandernweit zeichnet sich dabei ein radikaler Wandel ab: Von den insgesamt 1.615 katholischen Kirchen werden künftig nur noch knapp 2,9 Prozent ausschließlich für religiöse Zwecke genutzt.
Um die historischen Gebäude trotz sinkender Besucherzahlen als soziale Begegnungsorte zu erhalten oder pastorale Aktivitäten sinnvoll zu bündeln, stellt die flämische Regierung finanzielle Unterstützung für Umbauprojekte bereit.
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