In den Räumen von Eulogic an der Herbesthaler Straße in Eupen war in den letzten Wochen so einiges los. Nicht nur wegen der Bauarbeiten zur Vergrößerung der Geschäftsfläche, die im September eröffnet werden soll, sondern auch wegen der Schnupperwochen des IAWM.
Insgesamt vier Schnupperer haben dem IT-Team während der Osterferien über die Schulter geschaut. An Nachwuchs in der Branche mangelt es nicht. "Technische Berufe sind sowieso sehr gefragt. Wir können uns vor Anfragen kaum retten", freut sich Geschäftsführer Michael Liessem.
"Ich finde es wichtig, dass wir hier auch zeigen können, dass unser Beruf nicht nur daraus besteht, Computer zusammenzuschrauben, sondern dass es viel breitgefächerter ist. Wir haben hier viel mehr mit Kundenbetreuung und Kundenberatung zu tun. Es geht auch nicht mehr nur noch um den klassischen Computer an sich, sondern wir haben auch viel mit Geräten wie Smartphones zu tun. Eben alles, was die IT eigentlich so mitbringt."
Unter den Schnupperern sind auch Timo Schoenen und Jason Scholl. Betreut werden sie von Luca Gassmann. Der Informatiker ist seit rund drei Jahren bei Eulogic beschäftigt und gibt sein Wissen gerne weiter. "Ich finde es immer schön, wenn Fragen gestellt werden und wenn man sieht, da ist eine Person, die interessiert sich dafür. Die beiden Schnupperer, die wir hier haben, sind auf jeden Fall sehr interessiert an der Branche und haben auch teilweise schon ein bisschen Erfahrung - zum Beispiel durch den eigenen Zusammenbau eines PC."
Gemeinsam mit dem Informatiker sind Timo und Jason nicht nur in der Werkstatt unterwegs, sondern begleiten auch Außeneinsätze in Kundenbetriebe. Dabei gilt allerdings: zuschauen statt selbst Hand anlegen. "Es ist leider etwas gefährlich in unserem Beruf, wenn man Menschen daran lässt, die noch lernen", erklärt Gassmann. "Gerade was die Daten betrifft. Die Kunden, die wir hier haben, versuchen wir natürlich bestmöglich zu betreuen, damit das System bestmöglich funktioniert. Da muss dann natürlich einer ran, der in dem Bereich auch schon Erfahrung hat."
Dass die Schnupperwochen nicht nur für den klassischen Sekundarschüler geeignet sind, beweist Schnupperer Jason. Er hatte ein Biologiestudium begonnen - merkte aber schnell, dass das nicht der richtige Weg für ihn ist. Über das IAWM ist er dann auf das Angebot gestoßen - und nutzt die Chance zur Neuorientierung.
Der 17-jährige Timo hat da schon konkretere Vorstellungen. "Das wäre beruflich auf jeden Fall was für mich. Ich habe viel Spaß daran, an Computern zu arbeiten. Handwerkliches ist überhaupt nichts für mich, aber am Computer, da kenne ich mich sehr gut aus."
Während für einige bereits klar ist, in welche Richtung es gehen soll, nutzen andere die Gelegenheit, sich auszuprobieren und verschiedene Berufe kennenzulernen - und genau das ist das Ziel der Schnupperwochen des IAWM.
Osterschnupperwochen: Schüler sammeln spannende Einblicke in den Berufsalltag
Lindsay Ahn

