Nach dem Sprengstoffanschlag in einem ICE Anfang April sucht die deutsche Polizei weiterhin nach Zeugen. Besonders Fahrgäste, die bislang noch nicht befragt wurden, werden gebeten, sich zu melden.
Nach bisherigen Erkenntnissen war der mutmaßliche Täter in Aachen in den Zug gestiegen. Nach einem Halt in Köln-Deutz soll der Täter zwei Sprengkörper gezündet haben. Dabei wurden zwölf Menschen leicht verletzt, unter anderem durch herumfliegende Plastikteile und Knalltraumata. Der betroffene ICE musste anschließend außerplanmäßig in Siegburg stoppen.
Insgesamt befanden sich rund 127 Fahrgäste an Bord. Die Ermittler gehen davon aus, dass noch nicht alle Reisenden identifiziert werden konnten. Vor allem Personen, die den Zug frühzeitig verlassen oder ihre Fahrt im Schienenersatzverkehr fortgesetzt haben, sollen sich melden. Auch Fotos oder Videos vom Vorfall könnten für die Ermittlungen wichtig sein. Das Motiv des Täters ist weiterhin unklar.
dpa/re