200 Hühner laufen in einem eingezäunten Feld frei herum, scharren und picken. Die Kinder dürfen rein ins Gehege und auch mal ein Huhn streicheln. Anke Filbrich vom Bio Gut Rotter findet diesen Tierkontakt für Kinder sehr wichtig. Zusammen mit ihr entdecken die Kinder auch, wie ein Hühnermobil funktioniert, und sie dürfen die frisch gelegten Eier einsammeln: 191 Stück sind es an diesem Morgen.
In dem Ferienatelier sollen die Fünf- bis Zehnjährigen nicht nur Spaß haben, sondern auch etwas lernen und mit in den Alltag nehmen. "Mit der Natur verbunden zu sein und zu wissen, woher etwas kommt, ein Bewusstsein dafür zu stärken", ist Anke Filbrich ein Anliegen.
Mit allen Sinnen erleben die Kinder hier den Bauernhof. Anke Filbrich ist zertifizierte Bauernhofpädagogin. Die von der Großregion angebotene Weiterbildung nehmen inzwischen einige landwirtschaftliche Betriebe in Ostbelgien wahr. Für das Gut Rotter, das biologisch und extensiv wirtschaftet, ist die Bauernhofpädagogik ein zusätzliches wichtiges Standbein.
"Wir haben den Fleischverkauf. Wir haben Bioochsen, die wir großziehen, glyphosatfreie Weihnachtsbäume, Schnittblumen-Anbau und die Hühner. Wir sind breit aufgestellt, sonst wäre es nicht machbar. Und auch die Direktvermarktung ermöglicht uns, den Biohof so zu führen."
Eltern und Schulen profitieren von diesem Angebot, das auf eine große Nachfrage stößt. Und die Kinder haben ihren Spaß an den Erlebnissen in der Natur und mit den Tieren. Im Sommer soll es auf dem Bio Gut Rotter die nächsten Ateliers geben.
Michaela Brück














