Grund für den Stromausfall am Eupener St.-Nikolaus-Krankenhaus vor rund einem Monat war ein Defekt an einem Relais in der elektrischen Anlage. Das hat die Betriebsdirektorin des Krankenhauses, Claire Wyzen, erklärt.
Unmittelbar nach dem Ausfall sei der Notstromgenerator ordnungsgemäß angesprungen, fiel jedoch nach 59 Minuten wegen Überhitzung wieder aus.
Aus dem Vorfall habe man Lehren gezogen. Zwar wurde die Notstromversorgung auch in der Vergangenheit routinemäßig jeden Monat getestet, jedoch nie über einen längeren Zeitraum hinweg.
Um die Belastbarkeit des Systems realitätsnah zu prüfen, sollen die Tests nun angepasst werden, so Wyzen. Darüber hinaus sind Anpassungen an der elektrischen Infrastruktur notwendig. Hierfür plant das Krankenhaus Investitionen von über 100.000 Euro. Mehrere Zehntausend Euro sollen auch in die IT-Systeme fließen, um Datenverluste bei bei künftigen Stromunterbrechungen bestmöglich zu vermeiden.
Um auch bei Stromausfällen kommunikationsfähig zu bleiben, sei es zudem nötig, das 5G-Mobilnetz innerhalb des Krankenhauses anzupassen. Dazu befinde man sich im Austausch mit Proximus. Weitere Verbesserungen sind zudem in den Bereichen Kommunikation und Krisenmanagement vorgesehen.
Insgesamt hat das Krankenhaus zahlreiche Lehren aus dem Vorfall gezogen. Eine Liste mit 25 Anpassungspunkten wurde erstellt.
Simonne Doepgen