Die Tennishalle in St. Vith muss umfassend saniert werden. Der St. Vither Stadtrat hat nun prinzipiell zugestimmt, das Projekt zu unterstützen.
Laut Sportschöffe Alexander Wansart betrifft der Löwenanteil das Dach, das undicht sei. Saniert werden müssten aber auch die Böden der Innenplätze und die Fassaden. Dabei sollen auch energetische Maßnahmen umgesetzt werden, die zur Einsparung bei den Energiekosten führen.
Die Gesamtkosten werden auf rund 784.000 Euro geschätzt. Die Stadt St. Vith übernimmt davon knapp 200.000 Euro.
Roland Gilson hob hervor, dass die im Musterbeschluss angegebene maximale Gesamtzuschusshöhe von 90 Prozent in diesem Fall zu tief angesetzt sei, weil energetische Maßnahmen von der DG höher bezuschusst werden. Der Stadtrat einigte sich darauf, dem Rechnung zu tragen. Der Beschluss wird eh noch einmal zur definitiven Zusage vorgelegt.
Die Erneuerung des Daches am Pavillon in Schönberg unterstützt die Stadt mit einem Materialkostenzuschuss von 4.000 Euro.
Bald 90 Prozent LED-Straßenbeleuchtung
Der Stadtrat genehmigte auch Phase sieben beim Auswechseln der Straßenlampen durch LED-Leuchten. Die 255 Leuchten verteilen sich über das St. Vither Stadtgebiet. Zusammen mit den vorher schon für dieses Jahr genehmigten mehr als 300 Straßenleuchten erreiche die Gemeinde dann eine LED-Abdeckung von annähernd 90 Prozent, sagte Bürgermeister Werner Henkes.
Das sei ein "Riesenschritt", nachdem die Stadt im vergangenen Jahr beim Stromverteiler Ores erreicht habe, das Programm zu beschleunigen. Das werde sich auszahlen, so Henkes.
Neue Eingangstüren an der Gemeindeschule
An der Gemeindeschule in St. Vith müssen die Sonnenschutzrollos an 37 Fenstern und die drei Eingangstüren ersetzt werden.
Die Eingangstüren werden mit einem Zugangsbadge-System ausgestattet, weil das Gebäude von weiteren Einrichtungen und Vereinen genutzt wird.
Leo Kreins erklärte stellvertetend für die entschuldigte Schulschöffin Margret Schmitz, dass auch über eine Kameraüberwachung und über die Außenbeleuchtung nachgedacht werde. Das habe aber nicht mehr in diesen Projektrahmen gepasst.
Für den Betrieb der Heizungsanlage im Sport- und Freizeitzentrum kauft die Stadt 3.500 Schüttraummeter Holzhackschnitzel. Schöffin Gaby Frauenkron gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Stadt mit ihren Optionen hinkomme und der Preis wegen der allgemeinen Energiepreiskrise nicht in die Höhe schnelle.
Fragestunde: Ferientreff und Hochwasser
In der Fragestunde erkundigte sich Anne-Marie Hönders-Hermann nach dem Kinderferientreff. Während es für die Altersgruppe von sechs bis zwölf Jahren offensichtlich noch freie Plätze gebe, hätten Eltern bedauert, dass die "Teeniewoche" nicht mehr angeboten werde. Hönders-Hermann schlug vor, proaktiv auf die Eltern zuzugehen, um das Interesse zu erfragen. Das Kollegium versprach, die Frage an die zuständige Schöffin weiterzureichen.
Martina Spies fragte, welche nächsten Schritte die Stadt in Sachen Hochwasserschutz unternehme. Ausgangspunkt für die Frage war eine Informationsveranstaltung in Schönberg, bei der die Studie für die Our vorgestellt wurde. Bürgermeister Werner Henkes erklärte, dass es angesichts des regen Interesses noch eine weitere Informationsversammlung in Schönberg geben werde. Dort habe man die Stadt auch gebeten, Sandsäcke zur Verfügung zu stellen. Hier müsse aber noch die sachgerechte Lagerung geprüft werden.
Was mögliche Vorbeugemaßnahmen gegen Hochwasser angehe, fasse man erst einmal kleinere Maßnahmen ins Auge, die auf dem Gelände der Gemeinde oder der Forstverwaltung umgesetzt werden könnten. Zuständig sei für den Wasserlauf Our die Wallonische Region. Die Stadt müsse darum abwägen, ob sie die Finanzierung von Maßnahmen durch die Wallonische Region abwarte oder selbst etwas unternehme.
Stephan Pesch