Nach den offenbar politisch motivierten Schüssen auf ein Mehrfamilienhaus in Aachen sitzt der mutmaßliche Schütze in Abschiebehaft. Das hat ein Vertreter des Justizministeriums dem NRW-Landtag mitgeteilt.
Der 28-jährige Iraker soll zwölf Schüsse auf ein Wohnhaus abgefeuert haben, in dem eine iranische Flagge aus der Schah-Zeit im Fenster hing. Mindestens eine Kugel durchschlug eine Fensterscheibe und beschädigte eine Gasleitung im Haus. Weil sich in dem Raum niemand aufhielt, stuften die Ermittler die Tat als Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Waffengesetz ein.
Der Verdächtige hatte bei der Festnahme knapp 2,3 Promille Alkohol und Amphetamine im Blut. Die Ausländerbehörde hatte Abschiebehaft beantragt, weil die Duldung des Mannes ausgelaufen war. Diese wurde vom Amtsgericht Aachen zweimal abgelehnt, bei der Nennung weiterer Gründe beim dritten Mal aber schließlich genehmigt.
dpa/sh