Was macht eigentlich ein Maschinenbauer - und wie fühlt sich der Job an? Genau das konnten Ameler Grundschüler jetzt selbst herausfinden - beim Projekt "Platz den Kindern". In den sechs Produktionshallen des Unternehmens bekam eine Gruppe von Schülern spannende Einblicke in den Arbeitsalltag: von Dreh- und Fräsmaschinen über Schweißarbeiten bis hin zur Montage.
Besonderes Highlight war dabei auch der Einblick in den Bau von speziellen Teilchenbeschleunigern, die zum Beispiel in der Medizintechnik genutzt werden. Karl Hugo ist weltweit das einzige Unternehmen, das diesen bestimmten Teilchenbeschleuniger baut. "Wir haben ganz viel gelernt", freut sich die zwölfjährige Elisa. "Zum Beispiel, was sie hier für Maschinen bauen und dass sie Teile auch fräsen. Wir haben auch den Teilchenbeschleuniger gesehen und durften auch selbst was bauen."
Selbst Hand anzulegen war für die Kinder besonders spannend. Mithilfe eines kleinen Bauplans von Karl-Hugo-Mitarbeiter Noah Reusch bauten die Kinder ihr eigenes kleines Souvenir aus Edelstahl und Messing. Der ein oder andere Schüler fühlte sich in der Werkstatt besonders wohl - zum Beispiel der elfjährige Timéo, der sich vorstellen könnte, später in dem Bereich zu arbeiten. "Ich mag es mit Metall zu arbeiten, und es könnte sein, dass ich das mal machen werde. Ich fand es sehr schön zu sehen, wie sie die Maschinen hier bauen. Das muss schon viel Arbeit sein."
Auch für den Studienkreis Schule & Wirtschaft war der Vormittag ein voller Erfolg. Gerade für Kinder im Grundschulalter sei es wichtig, Neues auszuprobieren und in möglichst viele Bereiche hineinzuschnuppern. "Ich denke, das ist sehr wichtig, so früh wie möglich anzufangen und nicht erst, wenn sie kurz vor dem Abitur stehen. Wir säen Interesse und eröffnen Horizonte und wir schaffen damit auch ein Selbstbewusstsein bei den Kindern", erklärt die geschäftsführende Direktorin Christine Schifflers.
"Die Kinder sollen sehen, dass es noch so viel mehr gibt, als das, was sie bisher kennen. Diese Einblicke kriegt man so nicht in der Schule. Das geht nur, wenn man wirklich Betriebe besucht und mit Unternehmern spricht." Damit das Projekt nachhaltig wirkt, werden die Betriebsbesuche zudem in den teilnehmenden Schulen vor- und nachbereitet.
Dass Aktionen wie "Platz den Kindern" Grundschüler und Jugendliche prägen können, weiß man auch bei Karl Hugo nur zu gut. "Ich kann aus Erfahrung sprechen", bestätigt Noah Reusch. "Ich war zwar nicht mit der Grundschule hier, aber mit der Mittelschule. Im dritten Jahr an der BS hab ich die Firma hier kennengelernt. Ich war vorher noch nie da gewesen und war dann wirklich begeistert. Das ist auch wirklich der Grund, warum ich mich hier für mein Praktikum beworben habe und hier arbeite."
Und vielleicht hat der ein oder andere an diesem Vormittag nicht nur hinter die Kulissen geschaut - sondern auch einen ersten Blick in die eigene Zukunft geworfen.
Lindsay Ahn







