Ein 61-Jähriger aus der Gemeinde Amel muss sich vor Gericht wegen massiver Belästigung seiner Nachbarn verantworten. Das berichtet das Grenz-Echo. Dem Mann droht eine Geldstrafe von 2.000 Euro. Zudem fordern die mutmaßlichen Opfer 17.000 Euro Schadensersatz.
Hintergrund ist ein Streit um die Breite eines Wegerechts. Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte das junge Nachbarpaar über ein halbes Jahr hinweg beleidigt, bespuckt und gegen ihr Auto getreten haben. Außerdem soll er Bauarbeiten massiv gestört und eine unangemeldete Überwachungskamera mit beleidigenden Lautsprecheransagen installiert haben.
Der Angeklagte sieht sich selbst als Opfer der Bauarbeiten und argumentiert, dass vieles auf seinem Grundstück geschehen sei und er frustriert über die fehlende Einigung gewesen sei. Sein Anwalt fordert einen Freispruch und betont eine dünne Beweislage.
Die Staatsanwaltschaft hält das Verhalten für völlig unverhältnismäßig und weist darauf hin, dass Selbstjustiz verboten ist. Das Urteil wird am 7. April erwartet.
ge/js