Das Eupener Strafgericht hat drei Angeklagte wegen Betrugs zu Bewährungsstrafen verurteilt. Ein 75-jähriger Mann sowie sein 46-jähriger Sohn und dessen gleichaltrige Ehefrau erhielten jeweils 18 Monate Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe von 4.000 Euro, berichtet das GrenzEcho.
Nach Überzeugung des Gerichts hatten sie einen heute 85-jährigen Mann aus Kelmis über mehrere Jahre hinweg um rund 900.000 Euro gebracht. Die Verurteilten müssen zudem jeweils mehr als 843.000 Euro an illegal erzielten Gewinnen zurückzahlen und den Schaden des Opfers ersetzen.
Laut Urteil hatten sich die Angeklagten das Vertrauen des körperlich und geistig beeinträchtigten Seniors erschlichen und ihn anschließend finanziell ausgenutzt. Dabei sollen sie unter anderem Vermögenswerte auf sich übertragen, Geldanlagen aufgelöst und Bar-Abhebungen vorgenommen haben.
Die Angeklagten erklärten, alle Schritte seien mit Zustimmung des Seniors erfolgt. Das Gericht folgte dieser Darstellung jedoch nicht. Chats und Zeugenaussagen hätten gezeigt, dass der Mann gezielt ausgesucht und manipuliert worden sei.
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