Es ist ein Gang, der für viele Eupener Tradition hat. Am Rande des Werthplatzes geht es fünf Stufen nach oben und durch die Schwingtür mit Gitarrenaussparung direkt hinein in die Pigalle. Das wird in Zukunft genauso wieder möglich sein - nur dass man dann nicht mehr in der Pigalle, sondern im "Chameleon" steht.
Der alte Name passte der neuen Mieterin der Räumlichkeiten am Eupener Werthplatz nicht mehr ins Konzept. Die gebürtige Membacherin Janina Cremer hat sich mit dem neuen Namen aber viele Gedanken gemacht. Denn wie ein Chamäleon passt sich auch das neue Konzept den Besuchern an und ist morgens, mittags und abends für die Gäste da.
Die 29-Jährige möchte also jedem etwas bieten: vom Frühstück über kleine Speisen bis hin zum Café oder einem alkoholischen Getränk am Abend. Gleichzeitig wurden auch die Räumlichkeiten angepasst. Im hinteren Bereich bleiben die alten Hochtische erhalten - für all jene, die nur etwas trinken kommen wollen.
Im vorderen Bereich finden dann Tische Platz, dort, wo vorher das DJ-Pult stand. Genauso sollen auch Kinder hier ihren Platz bekommen. Für die studierte Modedesignerin soll außerdem Kunst an zwei Tagen in der Woche eine wichtige Rolle spielen. So möchte sie donnerstags beim Cocktail gemeinsames Malen ermöglichen. Sonntags stellt sie sich eine künstlerische Aktivität beim Frühstück vor.

Zu tun gibt es allerdings noch einiges. So muss beispielsweise noch eine Küche eingebaut werden. Daneben kommen bei den Umbauarbeiten auch immer wieder kleinere Überraschungen zum Vorschein, die noch ausgebessert werden müssen. Angst um die Theke müssen sich alte Pigalle-Gänger aber nicht machen: Der massive Bau bleibt Teil des neuen Konzepts - mit kleinen Anpassungen in Form von frischer Farbe.
Ende April ist es dann so weit: Dann soll das "Chameleon" öffnen. Wie früher auch mit einer Terrasse vor dem Gebäude. Janina Cremer kann es jedenfalls kaum noch abwarten. Sie ist enthusiastisch und freut sich, das Projekt angegangen zu sein.
Robin Emonts