Die Veranstalter der Rhetorika haben Stellung bezogen zu Diskussionen über den Ablauf des Vorfinales von Ende Januar. Dabei waren die acht Finalisten von einer Vorjury bestimmt worden. Im Nachgang ist der Vorwurf laut geworden, dass es einen Interessenkonflikt gegeben haben könnte, weil eines der Jurymitglieder an einer Sekundarschule unterrichtet.
Das war den Veranstaltern vorher nicht bekannt. Sie hätten aber alle Jurymitglieder gefragt, ob sie Kandidaten persönlich kennen. Die Vorjury wurde so aufgeteilt, dass die genannten Kandidaten einer anderen Bewertungsgruppe zugeordnet wurden. Insofern habe das betreffende Jurymitglied keine Schüler bewertet, zu denen es im Unterricht Kontakt hatte.
Das Finale des Rednerwettstreits läuft am 14. März in Büllingen. Organisiert wird die Rhetorika von Ocarina, der Jugendorganisation der Christlichen Krankenkasse.
mitt/sp
Ganz klare Wettbewerbsverzerrung. Die Vorentscheidung sollte annuliert und wiederholt werden. Die Verantwortlichen sollten sich schon etwas genauer erkundigen, wen sie als Jurymitglied oder als Referenten einladen. "Das war den Veranstaltern vorher nicht bekannt", so heißt es in der Stellungnahme. So rechtfertigt man sich also. Sehr fragwürdig das Ganze. Es ist schade, dass eine an sich so tolle Veranstaltung Risse bekommt. Da werden sich leider viele potentielle Kandidaten und sicher tolle Redner in Zukunft die Frage stellen, ob sie da überhaupt noch mitmachen wollen.