Der neue Krieg im Nahen Osten hat auch Urlauber aus Ostbelgien eiskalt erwischt. Wegen der militärischen Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran haben zahlreiche Staaten ihren Luftraum geschlossen. Besonders gravierend ist die Situation an den Airports in Dubai, Doha und Abu Dhabi. Der Betrieb an den wichtigen Drehkreuzen wurde am Wochenende vollständig gestoppt.
Leny Goblet aus Lontzen hat mit ihrem Mann und einem befreundeten Ehepaar aus Kelmis eine Kreuzfahrt gemacht und sitzt auf dem Kreuzfahrtschiff fest. Eigentlich sollte sie am Sonntagabend von Dubai aus nach Düsseldorf zurückfliegen. "Aber aufgrund der besonderen Umstände hat das natürlich alles nicht geklappt. Der Kapitän hat eine Durchsage gemacht: Wir bekommen morgen (Montag) neue Mitteilungen, neue Durchsagen. Aber im Augenblick geht er davon aus, dass es für uns am sichersten hier auf dem Schiff ist, in Abu Dhabi."
Und obwohl sich Leny Goblet in Sicherheit wähnt, hat sie doch auch mit eigene Augen sehen können, was es heißt, in einem Kriegsgebiet zu sein. "Es war schon alles ein bisschen heftig eben. Es hat zweimal laut geknallt. Wir haben durchs Fenster geguckt und konnten beobachten: Da ist ein militärischer Stützpunkt und dort befindet sich ein Petroleum-Lager. Da soll eine Drohne reingeraten sein. Das können Sie sich ja vorstellen: Rauch, Rauch, Rauch."
Soweit die Lage, die man schon als beängstigend beschreiben kann. Auf dem Schiff sind laut Leny Goblet alle Verantwortlichen um das Wohl der Passagiere bemüht. "Das hat alles gut geklappt. Ich muss schon sagen: Der Kapitän, die Crew - sie sind alle sehr bemüht und bewahren die Ruhe. Wir auch hier, die Gäste. Das klappt ganz vorzüglich. Es ist natürlich, dass die Familie und Freunde zu Hause in Sorge um uns sind."
Vom Urlaubsparadies ins Krisengebiet: Ostbelgier in Dubai und Abu Dhabi gestrandet
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