Der Stromausfall Dienstagaabend am Eupener St. Nikolaus-Hospital ist auf ein internes technisches Problem zurückzuführen. Das hat die Betriebsdirektorin des Krankenhauses, Claire Wyzen, bestätigt. Fremdeinwirkung werde ausgeschlossen.
Grund für die Strompanne war der Ausfall von einem elektrischen Schaltgerät. In der Folge sei das gesamte Gebäude A ohne Strom gewesen. Die für solche Fälle vorgesehenen Notstromaggregate seien nicht angesprungen. Warum, das werde zur Zeit noch untersucht.
Dienstagabend war im St. Nikolaus-Hospital in Eupen der Strom ausgefallen. In der Folge musste die Notaufnahme geschlossen werden und das gesamte Gebäude A war ohne Strom. Das heißt: Auch sensible Stationen, wie zum Beispiel die Intensivstation. Claudia Niessen, Präsidentin des Verwaltungsrates des Krankenhauses, hat den Einsatz am Abend und in der Nacht begleitet: "Ja, es gab ein Problem bei einer OP. Dass der Strom dann ausgefallen ist und dass man in den Notstrommodus geht. Natürlich können gewisse Dinge dann nicht weiter durchgeführt werden. Ein Krankenhaus hat immer eine gewisse Reserve. Beispielsweise auch bei der Versorgung von Patienten mit Luft. Dass sie animiert sind und an den Maschinen angeschlossen sind. Das konnten wir auch durchgehend gewährleisten. Es gab nie eine akute Gefahr beispielsweise für Menschen auf der Intensivstation. "
Alle Patienten, die zur Eupener Notaufnahme kommen wollten, wurden auf die umliegenden Krankenhäuser verlegt. Es waren rund 80 externe Sicherheitskräfte im Einsatz.: Mit dabei waren unter anderem der Zivielschutz, die Feuerwehr, die Polizei und das Rote Kreuz. Und auch das Krankenhaus selbst hat Pfleger und Ärzte zusätzlich mobilisiert, um die Versorgung abzusichern. Es war das erste Mal, dass der Notfallplan in Eupen zum Einsatz gekommen ist.
"Die erste Priorität für uns sind die Patienten. Deshalb haben wir Wert darauf gelegt, die Notaufnahme zu schließen. Es waren zwar Ärzte vor Ort. Aber wir waren nicht zu hundert Prozent ausgestattet, um Menschen mit Herzinfarkt oder Ähnlichem zu versorgen. So haben wir darum gebeten, diese Menschen nicht zu uns zu bringen. Sondern in andere Häuser zu verteilen. Jeder hat dann seine Aufgabe: Kontakt mit anderen Krankenhäusern aufnehmen. Den technischen Support zu machen, den medizinischer Support zu machen. Und das ist in diesen Plänen definiert, wer wann was zu machen hat und wann wer welchen Bericht zu machen hat", erklärt Niessen.
Alle Operationen wurden vorsorglich bis Mittwochmittag abgesagt. Alle betroffenen Patienten seien bereits in den frühen Morgenstunden über die Absage informiert worden. Inzwischen seien alle wesentlichen Dienste des Krankenhauses wieder in Betrieb.
Claudia Niessen zieht ein positives Fazit: "Wir sind mit zwei blauen Augen davon gekommen. Man hat deutlich gesehen, wie wichtig es ist, dass man auf solche Situationen vorbereitet ist. Man hat deutlich gesehen, wie wichtig es ist, dass alle Rettungsdienste zusammen stehen. Wir wissen, dass Sicherheit kostet. Aber wir haben gesehen, wie wichtig es ist, dass alle amselben Strang ziehen. Man kann jetzt sagen: Ihr habt die Rettungskräfte nicht alle gebraucht. Aber zum Glück nicht! Weil wir so gut vorbereitet waren, dass wir das Schlimmste gemeinsam verhindert haben."
Allerdings gebe es weiterhin noch kleine, technische Probleme bei einzelnen Informatiksystemen. Dadurch sind einzelne Dienste telefonisch nur eingeschränkt erreichbar. Man arbeite intensiv an Lösungen.
mitt/dop