"Wir hatten letztes Jahr die Idee, den Pflege- und Gesundheitsbereich zu unterstützen", sagt Freddy Genten, Projektkoordinator der König-Baudouin-Stiftung in Ostbelgien. "Nach unserem Aufruf, Alltagshelden in diesem Bereich zu nominieren, wurden 27 Personen vorgeschlagen, von ihren Kollegen oder Kolleginnen. Und aus diesen 27 hat dann eine Jury elf Alltagshelden ausgewählt."
Ausgezeichnet wurden: Karine Vanommeslaeghe und Yvonne Sebastian (beide Lichtblicke VoG), Melanie Schmitz (Vivadom), Béatrice Hermann (selbstständige Krankenpflegerin), Hildegard Goenen (Hebamme Klinik St. Josef), Melanie Magney (Alteo), Florian Paasch (Vivias), Jacqueline Janclaes-Neulens (St. Nikolaus Hospital), Renate Keutgen (ASL), Petra Recker (WPZ St. Joseph Eupen) und Bernadette Pauels (Tuavia).
Freddy Genten sagte, es sei nicht leicht, in einem so vielfältigen Sektor mit unterschiedlichen Berufsbildern eine gerechte Auswahl zu treffen, möglichst gleichgewichtet zwischen dem Norden und dem Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft. "In Ostbelgien kennt jeder jeden, aber die Jury hat versucht, ein gewisses Gleichgewicht zu finden."
Bei dieser Initiative sei es nicht um einen Wettbewerb gegangen, unterstrichen die Verantwortlichen am Donnerstagabend bei der Preisvergabe im Foyer des GrenzEcho. "Alle, die nominiert sind, sind Alltagshelden. Und es gibt wahrscheinlich noch viel mehr, die jetzt nicht nominiert worden sind. Da gibt es wahrscheinlich noch zig Helden, die wir leider nicht kennen."
Der Aufruf, in Ostbelgien Alltagshelden aus dem eigenen beruflichen Umfeld zu benennen, ist zum ersten Mal erfolgt - aber wohl nicht zum letzten Mal. "Wir denken darüber nach", sagt Freddy Genten, "und möchten eventuell im nächsten Jahr oder in zwei Jahren einen Aufruf machen für das Ehrenamt oder für die Schulen oder andere Berufszweige. Wir haben überall sehr viele Leute, die mehr machen, als sie müssten. Und die sollen auch geehrt werden."
Radio-Interview mit Freddy Genten im Player:
Stephan Pesch