Die deutsche Euregio-Verkehrsschienennetz GmbH investiert mehr als 46 Millionen Euro. Mit dem Geld soll das Streckennetz der EVS elektrifiziert werden.
Dadurch sollen Züge schneller und pünktlicher werden. Das hat auch Auswirkungen auf die Anbindungen nach Belgien und in die Niederlande.
Die Bauarbeiten sind bis 2029 geplant. Sie betreffen das EVS-Schiennennetz um Stolberg, Eschweiler, Alsdorf, Herzogenrath und Langerwehe.
Aktuell umfasst das Netz der EVS, auf der die Euregiobahn verkehrt, eine Gesamtlänge von etwa 47 Kilometern Schienen und 21 Haltepunkte.
az/ake
Grundsätzlich ist die Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken zu begrüssen. Allerdings ist dieses kein Garant für mehr Pünktlichkeit und Schnelligkeit. Das liegt eher am Oberbau und dem Ausbauzustand der Strecke. Eine permanent hohe Anzahl von vorübergehenden Langsamfahrstellen, oft über Jahre hinweg, oder technisch nicht gesicherte bzw. lokführerüberwachte Bahnübergänge lassen oft keine höhere Geschwindigkeit zu. Auch eingleisige Streckenabschnitte fördern nicht gerade die Fahrplanstabilität oder eine dichtere Vertaktung. Da nützt der Strom in der Oberleitung dann auch nichts.