Die Gänge der Kölner Messehallen sind gut gefüllt. Großhändler und Branchenkenner wandern von Stand zu Stand, erzählen und verhandeln mit den unterschiedlichen Ausstellern. Mehr als 1.500 Unternehmen präsentieren ihre Waren. Ob Snacks, Schokolade, Plätzchen oder süße und saure Gummibären - für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Mittendrin auch Social-Media-Stars wie Philip Hitschler, Geschäftsführer und Gesicht der Fruchtgummi-Firma Hitschies, oder der bekannte deutsche Konditor Christian Hümbs, der für einen italienischen Blätterteighersteller ein Live-Tasting durchführt.
Die Aussteller kommen aus insgesamt 70 Ländern: Japanische, dänische oder auch belgische Leckereien findet man hier nur wenige Meter voneinander entfernt. Ein Paradies für Süßwarenliebhaber.
Mit dabei ist auch die Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Lambertz. Am Stand des über die Jahre immer weiter gewachsenen Konzerns aus der Grenzregion ist durchgehend einiges los. Lambertz-Konditormeister Hubert Vogel hat an den vier Messetagen viel zu tun - auf ihn warten Gespräche mit Kunden und potenziellen Neukunden. "Hier kommt die Welt zusammen. Hier geht es nicht nur um Lebkuchen, sondern um alle Gebäcke. Gerade haben wir Walmart und Costco da, also ganz große Player. Das ist das, wo wir wachsen wollen - mit Keksen und Pralinen."
Dafür muss man natürlich möglichst ansprechend für die unterschiedlichen Märkte sein und die Trends mitgehen. An den unterschiedlichen Ständen finden sich immer häufiger Bio-Labels auf den Produkten, auch vegane Produkte werden mehr und mehr angeboten. Der Trend rund um Pistaziencreme und den Dubai-Style ist ebenfalls weiterhin an allen Ecken spürbar.
Auch bei Lambertz folgt man den Trends, ohne dabei die Klassiker zu vergessen. "Man muss nur an die fünf Sinne denken, dann fängt man an. Die Aachener Printe gibt es seit 1820. Nach 1870 haben wir Schokoladenprinten gemacht. Die bleiben so, wie sie sind. Man kann sie neu interpretieren - und das haben wir auch gemacht. Innovation findet auf einem anderen Gebiet statt: Lebkuchen mit Cranberrys oder Blutorange beispielsweise. Neue Dinge gibt es immer wieder - jeden Tag."
So geht es in der Süßwarenbranche immer weiter. "Geschnützt" wird nämlich immer - und das überall auf der Welt.
Robin Emonts