Das Projekt zur Abwasserklärung in Rodt schreitet voran. Seit vielen Jahren ist die Trennung des Klarwassers vom Braunwasser ein Thema. Jetzt wartet die Gemeinde auf die abschließende Budgetierung der SPGE. Seit 2012 ist das Projekt in der Gemeinde St. Vith in Planung. Die Kosten sind in den vergangenen Jahren seit den ersten Jahren deutlich gestiegen auf bis zu 2,4 Millionen Euro.
Die Stadtgemeinde St. Vith muss einen Teil der Kosten tragen. Wie hoch die Summe genau ist, ist noch nicht klar. Welche Straßen genau an die Kanalisation angeschlossen werden sollen, ist ebenfalls noch nicht klar. Knapp 40 Häuser sind aktuell an die Kanalisation angeschlossen.
Geplant sind eine Neuverlegung von getrennten Kanälen für das Klar- und das Braunwasser sowie der Bau eines Gewitterbeckens. Die Anwohner von Rodt sollen zu gegebener Zeit bei einer Bürgerversammlung über das Projekt informiert werden.
Daneben hat der Gemeinderat das Lastenheft zum Bau eines modularen Anbaus für die Gemeindeschule Neidingen einstimmig genehmigt. Nachdem bei einer ersten Ausschreibung für ein festes Projekt kein Angebot eingereicht wurde, plant man jetzt mit einer modularen Lösung.
Margret Schmitz betonte, dass es eine flexible Reaktion auf schwankende Schülerzahlen sei. Auch Anne-Marie Hönders-Hermann bekräftigte, dass der Bedarf aktuell groß sei und die Schülerzahlen stiegen. Das Projekt beinhaltet die Schaffung von zwei Klassenräumen und einem Bewegungsraum.
Der königliche Schützenverein St. Paulus Rodt hat einen behindertengerechten Eingang zum Saal und eine behindertengerechte Toilette geschaffen. Der Verein erhält für die abgeschlossenen Arbeiten einen Sonderzuschuss durch die Gemeinde St. Vith.
Prämien und Zuschüsse
Auch einige Prämien und Zuschüsse waren Thema im Gemeinderat. Änderungen gibt es bei den Zuschüssen von kleinen Infrastrukturprojekten für Vereine aus den Bereichen Sport, Kultur, Jugend und Soziales. Man reagiere damit auf die Erfahrungen der Gemeindeverwaltung aus den vergangenen Jahren, so Schöffe Leo Kreins. Die Gemeinde St. Vith möchte aber weiterhin das Material für kleine bauliche Instandhaltungs- und Erweiterungsarbeiten bezuschussen.
Innerhalb von drei Jahren kann den Vereinen ein Zuschuss im Wert von maximal 4.000 Euro gewährt werden. Roland Gilson würde den Zeitraum von drei Jahren gerne auf zwei Jahren reduzieren. Der zuständige Schöffe Leo Kreins sieht aber nicht den Bedarf bei den Vereinen und möchte den Missbrauch der Bezuschussung verhindern.
Die Prämie für die Neueröffnung von Geschäften wurde überarbeitet. Die Summe bleibt bei 3.000 Euro, aber der Paragraf, der die Auszahlung der Summe für eine Sortiment-Erweiterung ermöglichte, wurde gestrichen. Daneben hat die Gemeinde in Zukunft die Möglichkeit, die Prämie teilweise zurückzuverlangen, wenn das Geschäft nach weniger als drei Jahren wieder schließt.
Die Prämie zur Förderung der Energieeffizienz wird bis Ende 2031 verlängert. Der Zuschuss beträgt 15 Prozent der von der DG genehmigten Energieprämie und maximal 1.200 Euro. Auch die Prämie zur Schaffung von neuem Wohnraum in Altbauten wurde verlängert.
Die Geburtsprämie wurde auf 150 Euro erhöht, "um die Geburtenrate zu steigern", wie Bürgermeister Werner Henkes scherzhaft zur Präsentation der Abänderung hinzufügte.
Für Fahranfänger unter 30 Jahren gewährt die Gemeinde in Zukunft eine Prämie zur Teilnahme an Fahrsicherheitstrainings.
Robin Emonts