Das mögliche Aus der Eupener Bierproduktion wäre "ein großer Verlust für die Eupener Kultur und Geschichte der Stadt". Das sagte Eupens Kulturschöffe Nicolas Pommée im BRF.
Der Erfolg einer Petition von Mike Nüchtern an die Brauerei Haacht - mit inzwischen mehr als 1.500 Unterschriften - zeige deutlich, wie sehr das Thema die Menschen in Eupen und Umgebung bewege.
Pommée betonte zugleich, dass er die wirtschaftliche Logik einer Brauerei nachvollziehen könne. Dennoch wäre das Ende des Eupener Biers für viele ein schmerzlicher Einschnitt.
Mit der Petition und dem Karnevalslied von Mike Nüchtern sind die Möglichkeiten des Protests aus seiner Sicht jedoch weitgehend ausgeschöpft. "Das, was gerade passiert, ist eigentlich auch das Maximum, was man machen kann."
"Also Aufmerksamkeit bekommt das Thema von allen Seiten genug. Ich glaube, die Kampagne und die Petition sind ein gutes Zeichen. Es wird bestimmt auch Leute geben, die sich an die Brauerei wenden. Gerade die, die das Bier noch verkaufen und ausschenken, sind ja diejenigen, die am ehesten betroffen sind. Ich bin sehr sicher, dass da auch schon Gespräche laufen, weil für viele ist es dann doch auch teilweise noch Existenzgrundlage", so Pommée.
Manuel Zimmermann