Die Kosten für das Projekt werden aktuell auf rund 3,6 Millionen Euro geschätzt. Derzeit sind drei Klassen provisorisch im ehemaligen Kindergarten untergebracht. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll die gesamte Mittelstufe in die neuen Räumlichkeiten umziehen. Auch die außerschulische Betreuung würde dann dort stattfinden. Momentan ist sie noch in einem Raum des Dorfmuseums untergebracht – ein Zustand, der keine Dauerlösung ist.
Der Schulbetrieb soll während der Bauphase jedenfalls weiterlaufen. Die zuständige Schöffin Sandra Houben-Meessen betonte: "Wir glauben an dieses Projekt."

Kritik kam aus den Reihen der Union, die geschlossen gegen das Projekt stimmte. Roger Franssen warnte davor, dass die tatsächlichen Kosten deutlich höher ausfallen könnten. Er sprach von bis zu fünf Millionen Euro, wenn zusätzliche Ausgaben wie Versicherungen, Honorare und Mehrwertsteuer berücksichtigt würden.
Neutralstraße: Baustart weiter ungewiss
Auch die geplante Sanierung der Neutralstraße bzw. Rue Mitoyenne war Montagabend Thema im Gemeinderat. Anlass war ein Schreiben der Gemeinde an betroffene Betriebe, das zu Beginn des Jahres verschickt wurde. Im Schreiben wurde klargestellt, dass das Projekt vollständig in der Zuständigkeit der Wallonischen Region liegt und die Gemeinde keinen direkten Einfluss auf die Arbeiten hat.
Nach Einschätzung des Lontzener Bürgermeisters ist in diesem Jahr nicht mit einem Baustart zu rechnen. Die Gemeinde werde das Dossier jedoch weiterhin aufmerksam verfolgen. Alexander Jonas von der Union sprach sich dafür aus, dass die zukünftigen Infos nicht nur mit den betroffenen Betrieben, sondern mit der gesamten Bevölkerung geteilt werden. Bürgermeister Thevissen wies darauf hin, dass keiner vor vollendete Tatsachen gestellt werde. Darüber hinaus sei für den 22. Januar ein Arbeitstreffen mit der Wallonischen Region zu dem Thema geplant.
Fehlende Straßenmarkierungen
In der Gemeinde fehlen derzeit an mehreren Stellen Straßenmarkierungen. Pascal Köttgen (Union) erkundigte sich, wann diese nachgeholt werden sollen. Er wollte wissen, ob es dafür in diesem Jahr einen Zeitplan gibt und ob die Arbeiten vom Gemeindepersonal oder von einer externen Firma ausgeführt werden.
Schöffe Werner Heeren (Energie) erklärte, dass es beim zuständigen Mitarbeiter einen privaten Rückschlag gegeben habe. Im Jahr 2025 seien dennoch rund 600 Liter Farbe für Markierungen eingesetzt worden. Für 2026 sei nun ein entsprechendes Zeitfenster eingeplant. Eine Vergabe der Arbeiten an eine externe Firma sei nicht vorgesehen.
Demenzhilfe: Gemeinde will Charta prüfen
Im Gemeinderat wurde diskutiert, ob sich die Gemeinde künftig als "demenzfreundliche Gemeinde" engagieren möchte. Etienne Simar von der Union fragte, ob das Kollegium die Charta der Alzheimer Liga VoG prüfen wolle – sowie gemeinsam mit lokalen Akteuren einen Aktionsplan für Betroffene und ihre Angehörigen erarbeiten möchte.
Die zuständige Schöffin Evelyn Jadin (Energie) antwortete, dass das Thema im nächsten Sozialausschuss aufgegriffen werde.
Dogan Malicki